Vier Fragen von der Medienredaktion der Steyler Mission in Sankt-Augustin zur Renovierung der Kirche Marä-Heimsuchung (Dez.2011)

09:14 | Von | Kategorie: Aktuelle Neuigkeiten

Vier Fragen von der Medienredaktion der Steyler Mission in Sankt-Augustin  zur Renovierung der Kirche Marä-Heimsuchung (Dez.2011)

 

  1. Wie lange haben Sie für das erweiterte Kirchengelände gekämpft? 2  Was haben Sie mit den 9.762 zusätzlichen Quadratmetern vor? 3. Wie schreitet die Renovierung der Kirche voran? 4. Inwiefern legt Ihnen der Denkmalschutz Steine in den Weg?   Die ehemalige Friedhofskirche Mariä-Heimsuchung, die  im Jahre 1859 eingeweiht wurde, ist ein Bollwerk des Glaubens. Trotz Brandstiftung, Ausraubung und Profanisierung hat sie zwei Weltkriege und 70 Jahre Kommunismus überstanden.  Der letzte Pfarrer wurde 1937 erschossen und die Kirche endgültig geschlossen. Nach dem 2. Weltkrieg begann die systematische Zerstörung des Friedhofs, das Schleifen der Kirchturmsspitze und die Umwandlung des Kirchengebäudes. Zunächst diente sie als Lagerhalle dann als Werkstatt für ein Agro-Physikalisches Institut. Erst nach dem  Sturz und Zerfall des kommunistischen Systems erlaubte ein neues Gesetz die Rückgabe von Kircheneigentum und verpflichtete somit die katholische Kirche, sich für die Wiedergeburt dieser Kirche voll und ganz einzusetzen.   1. Vor 12 Jahren übertrug der zuständige Erzbischof den Steyler Missionaren die Leitung des Projektes und ernannte einen Administrator für diese Kirche, die nach dem neuen Recht und auf dem Papier zurückerstattet war. Welcher Kampf es werden sollte, um das inzwischen unter Denkmalschutz gestellte Gotteshaus und das 24.000 m² umfassende Gelände tatsächlich zurückzubekommen, ahnte niemand 1999.  Nach einem langem Prozessverfahren erhielten wir am 15.12.2002  das Kirchengebäude zurück, aber ohne dazugehörendes Gelände, weswegen wir bis heute von Kanalisation, Wasser, Strom und Gas abgeschnitten sind. Nach jahrelangem, zähem Bemühen sind Ende 2011 die Kadasteramtspapiere unterschrieben worden und durchlaufen die letzten Instanzen. Zum guten Schluss wird der Pfarrgemeinde außer dem  Gebäude und dem bisherigen Grundstück ein Gelände von  9.762 m2 zur kostenlosen Verfügung gestellt. Diese bleiben Eigentum der Stadt Sankt-Petersburg, können aber später von der Pfarrei als Eigentum erworben werden   2. Der Denkmalschutz macht uns konkrete Vorgaben,  wie dieses Gelände zu nutzen ist.   Wir haben natürlich unsere eigene Vorstellung, wir wir das Kirchengelände nutzen wollen.  Zunächst ist ein Erinnerungspark für die Verstorbenen (40.000 Katholiken) des geschändeten Friedhofs geplant. Wir haben bereits ein Denkmal für die katholischen Opfer der stalinischen Repression aufgestellt. Unsere zahlreichen deutschen Besucher sollen durch Denkmäler und Erinnerungstafeln an die Opfer der Weltkriege  und der Leningrader Blockade erinnert werden. Allerseelen kommen jedes Jahr die Katholiken aller Pfarreien (6)  der Stadt in unsere Kirche, um für die Verstorbenen zu beten. Der Friedhof liegt heute am Rande der Stadtmitte. In einer der zurückgegebenen Kapellen könnte eine Urnenaufbewahrungsstätte, ein sog. Kolumbarium entstehen. Wir denken  in Mariä-Heimsuchung  an einen möglichen Pilgerort, den es bislang in Russland nicht gibt.  In der Krypta ruhen sieben Erzbischöfe von Russland. Im 20. Jh.  wirkten zwei Selige  in dieser Pfarrei: Sr. Bolaslawa Lament (1991 seliggesprochen) und P. Epiphan Akulow (hingerichtet und Seligsprechungsprozess eingeleitet). Darüber hinaus sind soziale Projekte vorgesehen, die vorerst in Unterkünften ohne feste Bauweise untergebracht werden. Dazu lassen wir  standardisierte Holzcontainer aufstellen. In einer solchen Wohnunterkunft kann z.B. der behinderte Schuhmacher sofort sein Handwerk ausüben. Sobald das Gelände sicher umzäunt und gesäubert ist, wollen wir das Angebot von Hotels und Restaurants wahrnehmen, übriggebliebene Speisen zwischenzulagern und an  soziale Einrichtungen weiterzuvermitteln. Wir haben vor allem über orthodoxe Pfarreien den entsprechenden Kontakt mit Armenküchen, Waisen- und Straßenkindern, Obdachlosen und notleidenden alten Menschen. Unsere Pfarrei soll eine Anlaufstelle für Arme und Bedürftige werden, wie es das Charisma des Malteser Hilfsdienstes und  der Schwestern vom Orden der seligen Bolaslawa Lament ist. 3. Bislang konnten wir nur kosmetische Massnahmen durchführen, z.B  Demontage aller fabrikähnlichen Einrichtungen, Anstrich des Kirchenschiffs,  Einrichtung einer Winterkapelle, Entfernung von Putz und Zwischenwänden in der Krypta, provisorische Abdichtung des Kirchendachs und aller Fenster oder Abriss der riesigen Garage in unmittelbarer Nähe der Kirche, natürlich auf eigene Kosten als Bedingung für die Übertragung des Geländes. Sobald die  Stadtverwaltung uns offiziell das Gelände überträgt, beginnt die eigentliche Renovierung; denn  keine Firma darf ohne Vorlage einer behördlichen Bescheinigung  weder einen Betonzaun aufstellen noch neue Versorgungsleitungen durch das Gelände verlegen, wenn es den Auftraggeber nicht als rechtlichen Eigentümer ausweist.  Alle diese Jahre hindurch haben wir geduldig  abgewartet und im Stillen eine Menge kostspieliger Vorarbeit geleistet, damit die Ausführung von konkreten Projekten zügig  vorangeht, soweit die Finanzierung sichergestellt ist. 4. Der Denkmalschutz  hat uns verpflichtet, für alle Vorhaben durch sog. Projekte genehmigen zu lassen.  Diese Projekte sind teuer und zeitraubend, wie z. B. diejenigen für Gelände (Generalplan), Wasser, Strom und Gasversorgung, Kanalisation, Drainage, Krypta, Fenster, Innenrenovierung, Außenfassade, Dachstuhl und Turmspitze. Allein für die Ausarbeitung dieser Projekte – d.h. reiner Papierkram,  haben wir bisher mehr als 100.000 € aufbringen müssen  und einige stehen noch aus. Plötzlich merken unsere betuchten Nachbarn, dass ihnen die Staatsanwaltschaft auf die Pelle rückt. So versuchen sie mit Bestechungsgeldern ihre Grundstücksgrenzen zu erweitern und denken, dass wir das nicht merken. Unsere Position ist folgende: Entweder sind die Grenzen festgelegt oder nicht. Ein Schritt zurück würde uns um Monate zurückwerfen.  Für uns bestehen Prioritäten, wie die Renovierungsarbeiten zeitlich ablaufen. Ganz dringend sind der übliche Betonzaun um das Gelände,  Anschlüsse an das Versorgungsnetz der Stadt,  Drainage in der Krypta und Erneuerung des Kirchendachs. Im November war eine Ortsbesichtigung in der Kirche von einem deutschen Dachdeckermeister vorgesehen; leider ist der Termin geplatzt. Es genügt nicht, sich über Fotos und schriftlichem Bericht ein Bild von den Mängeln am Dach zu machen. Wir werden weitere Kostenanschlage anfordern. Finanzielle Unterstützung von seiten der Stadt haben wir bis heute nicht erhalten, obwohl städtische Mittel zur Verfügung stehen, wo die Regierung  Eigentümer des Projektes ist. Wir sind uns bewußt, dass der enorme Bedarf an Geldmitteln unsere Möglichkeiten übersteigt.  Daher haben wir seit Jahren einen Kreis von Förderern aufgebaut und 2009 eine eigene Stiftung1) zur Renovierung von Mariä-Heimsuchung ins Leben gerufen, die unter dem Schirm der „Arnold-Janssen-Stiftung“ erfolgversprechend angelaufen ist. P. Richard Stark SVD

1          ) Mariä-Heimsuchung-Stiftung, Steyler Bank,  Kto. Nr. 300121312 ▌BLZ 386 215 00  ▌                                                                International : IBAN  DE25386215000300121312  ▌ BIC (SWIFT) GENODED1STB

Four questions from the Media Publishers’ of the Steyler Mission in Sankt-Augustin concerning the renovation of the Church of the Visitation of the Blessed Virgin Mary December 2011

1.     How long have you been struggling to have the Church grounds returned? 2.     What do you intend to do with the additional 9.762 square meters? 3.     How does the Church renovation proceed? 4.     To what extend does the organization of monument protection put obstacles in the way? The former cemetery Church of the BVM Visitation, which was consecrated in 1859, is an important bulwark of faith. In spite of fire, robbery and profanation it has survived two world wars and 70 years of the communist era. In 1937 the last parish priest was shot, and the Church was ultimately closed down. After the war the cemetery was being devastated systematically, the top of the church tower- cut off, and the church building transformed. In the beginning it was used as storehouse and workshop of the agriculture and physics’ institute. Only after the fall of the communist state a new law was introduced which allowed the Catholic Church to get back its property and become fully engaged in the revival of the Church life on this area. 1.     Twelve years ago, the Archbishop in charge of the local diocese entrusted the task of renovating the church to the Divine Word Missionaries; based on the new law, the parish was reestablished and documented.  Back in 1999 nobody seemed to expect, though, what a hard struggle that was going to be to really get back the House of God- which meanwhile had been put on the list of historical monuments- along with the surrounding grounds covering the area of 24.000 square meters. After long proceedings we received back the church building on December 12, 2002, yet without the grounds, without which we were still cut off from the sewages, water pipes, electricity and gas. Again, after long lasting attempts we managed to sign the land register and it is going through the last authorities and administrative units. We consider it to be a good ending that we got additional grounds of 9.762 square meters put at our free disposal; it still belongs to the city of saint Petersburg, could, however, be acquired later as our property. 2.     The organization of historical monument protection has come up with concrete suggestions as to how the area should be used. We do have, however, our own vision how the church area could be changed and put to use. We plan, first of all, to arrange a memorial park in honor of the deceased (40 thousand Catholics) on the territory of the profaned cemetery. We have already erected a monument commemorating the victims of the Stalin repressions. Our numerous German visitors should be reminded of the victims of the Second World War and the Leningrad Blockade through monuments and commemorative plaques. On the day of All Souls, the faithful members of six city parishes come together in our church to pray for the dead. The cemetery in use is situated at the outskirts of the city. In one of the chapels that were returned to us we could arrange a burial place for urns with ashes. We also think that the BVM Visitation church could serve as the first and only shrine and pilgrimage center in Russia, as there are no places like that in this country. Six Russian archbishops are buried in the church’s crypt. Two blessed persons were working in the church in the 20th century: Sister Bolesława Lament (beatified in 1991), and Fr. Epiphan Akulow (who was shot dead, and whose beatification process has been initiated). Apart from that, there have been some social projects which have not yet been worked on in detail because of primitive conditions in which those who carry them out can live. We have already provided some standardized wooden containers where we could work on them. In one of those a crippled shoemaker, for example, can live and work. As soon as the grounds are cleaned and fenced in, we would like to accept a proposal from hotels and restaurants to secure and temporarily store the food that was not used, and which could further on be delivered to social institutions to distribute it among the poor. We have contacts to such institutions, the homeless and street children, the elderly and the poor thanks to orthodox parishes. Our parish could become a harbor for the poor and the needy, in accordance with the charisma of the Knights Hospitalers and the Sisters of Blessed Bolesława Lament. 3.     So far, we have been able to carry out some minor works, for example dismantling of the old factory facilities, the church nave has been painted, a chapel to be used in winter has been arranged, old plaster has been removed from the crypt walls, and the partition walls have been removed as well. The roof, the windows and the garage next to the church building have been sealed and insulated haphazardly, certainly at our own expense which was one of the conditions to have the grounds returned. As soon as the city management returns the grounds to us officially, we could start the renovation. Otherwise, without the required certificates, no firm would be ready to provide the necessary equipment and start works. All those years we have been waiting patiently and trying to do something useful in silence without anybody knowing of it, so that when the time comes and the financial means are secured, we could continue quite fast and smoothly. 4.     The organization of historical monuments protection has obliged us receive from them a permission for everything we need to be doing. Our projects are expensive and time- consuming, for example those concerning the grounds, water pipes, sewage system, crypt, inner and outer decorations, church roof and tower. Only for the designs and blueprints did we have to pay more than 100.000 Euros; and there is still something left to be done. Our wealthy neighbors seem to realize that the authorities look closely at their financial abilities. So they attempt to bribe them and thus enlarge the grounds bordering on ours, thinking we do not see that. Our stand in this matter is the following: the borders should be defined clearly and surely. Even one step backward would mean to waste several months’ work. We stick to our priorities, one of which is to follow the timetable and not give it up. To build a concrete fence around the grounds is very urgent. So are the connections to the city net, sewage system for the crypt and the roof renovation. In November there should have been a supervision of the repairs by a German qualified roofing worker, unfortunately the time limit could not be kept. It is not enough just to look at the photographs of the roof and the rest of the building to be able to get a whole picture of the faults and lacks. We need further funds. We did not get any financial assistance on the part of the city, even if we are entitled to benefit from that. We are aware of the fact that our needs go far beyond our possibilities, therefore we founded an organization of benefactors, and in 2009 even our own foundation1) to accomplish the renovation of the BVM Visitation Church, which is supported by “Arnold-Janssen-Stiftung” , which can be favorable for us.                                                                       Fr. Richard Stark SVD

1)  Foundation of the BVM Visitation Church   ▌Steyler Bank   ▌Account. Nr. 300121312 ▌  BLZ 386 215 00  ▌ International :  IBAN  DE25386215000300121312  ▌  BIC (SWIFT) GENODED1STB

Vier Fragen von der Medienredaktion der Steyler Mission in Sankt-Augustin  zur Renovierung der Kirche Marä-Heimsuchung (Dez.2011)

 

  1. Wie lange haben Sie für das erweiterte Kirchengelände gekämpft? 2  Was haben Sie mit den 9.762 zusätzlichen Quadratmetern vor? 3. Wie schreitet die Renovierung der Kirche voran? 4. Inwiefern legt Ihnen der Denkmalschutz Steine in den Weg?   Die ehemalige Friedhofskirche Mariä-Heimsuchung, die  im Jahre 1859 eingeweiht wurde, ist ein Bollwerk des Glaubens. Trotz Brandstiftung, Ausraubung und Profanisierung hat sie zwei Weltkriege und 70 Jahre Kommunismus überstanden.  Der letzte Pfarrer wurde 1937 erschossen und die Kirche endgültig geschlossen. Nach dem 2. Weltkrieg begann die systematische Zerstörung des Friedhofs, das Schleifen der Kirchturmsspitze und die Umwandlung des Kirchengebäudes. Zunächst diente sie als Lagerhalle dann als Werkstatt für ein Agro-Physikalisches Institut. Erst nach dem  Sturz und Zerfall des kommunistischen Systems erlaubte ein neues Gesetz die Rückgabe von Kircheneigentum und verpflichtete somit die katholische Kirche, sich für die Wiedergeburt dieser Kirche voll und ganz einzusetzen.   1. Vor 12 Jahren übertrug der zuständige Erzbischof den Steyler Missionaren die Leitung des Projektes und ernannte einen Administrator für diese Kirche, die nach dem neuen Recht und auf dem Papier zurückerstattet war. Welcher Kampf es werden sollte, um das inzwischen unter Denkmalschutz gestellte Gotteshaus und das 24.000 m² umfassende Gelände tatsächlich zurückzubekommen, ahnte niemand 1999.  Nach einem langem Prozessverfahren erhielten wir am 15.12.2002  das Kirchengebäude zurück, aber ohne dazugehörendes Gelände, weswegen wir bis heute von Kanalisation, Wasser, Strom und Gas abgeschnitten sind. Nach jahrelangem, zähem Bemühen sind Ende 2011 die Kadasteramtspapiere unterschrieben worden und durchlaufen die letzten Instanzen. Zum guten Schluss wird der Pfarrgemeinde außer dem  Gebäude und dem bisherigen Grundstück ein Gelände von  9.762 m2 zur kostenlosen Verfügung gestellt. Diese bleiben Eigentum der Stadt Sankt-Petersburg, können aber später von der Pfarrei als Eigentum erworben werden   2. Der Denkmalschutz macht uns konkrete Vorgaben,  wie dieses Gelände zu nutzen ist.   Wir haben natürlich unsere eigene Vorstellung, wir wir das Kirchengelände nutzen wollen.  Zunächst ist ein Erinnerungspark für die Verstorbenen (40.000 Katholiken) des geschändeten Friedhofs geplant. Wir haben bereits ein Denkmal für die katholischen Opfer der stalinischen Repression aufgestellt. Unsere zahlreichen deutschen Besucher sollen durch Denkmäler und Erinnerungstafeln an die Opfer der Weltkriege  und der Leningrader Blockade erinnert werden. Allerseelen kommen jedes Jahr die Katholiken aller Pfarreien (6)  der Stadt in unsere Kirche, um für die Verstorbenen zu beten. Der Friedhof liegt heute am Rande der Stadtmitte. In einer der zurückgegebenen Kapellen könnte eine Urnenaufbewahrungsstätte, ein sog. Kolumbarium entstehen. Wir denken  in Mariä-Heimsuchung  an einen möglichen Pilgerort, den es bislang in Russland nicht gibt.  In der Krypta ruhen sieben Erzbischöfe von Russland. Im 20. Jh.  wirkten zwei Selige  in dieser Pfarrei: Sr. Bolaslawa Lament (1991 seliggesprochen) und P. Epiphan Akulow (hingerichtet und Seligsprechungsprozess eingeleitet). Darüber hinaus sind soziale Projekte vorgesehen, die vorerst in Unterkünften ohne feste Bauweise untergebracht werden. Dazu lassen wir  standardisierte Holzcontainer aufstellen. In einer solchen Wohnunterkunft kann z.B. der behinderte Schuhmacher sofort sein Handwerk ausüben. Sobald das Gelände sicher umzäunt und gesäubert ist, wollen wir das Angebot von Hotels und Restaurants wahrnehmen, übriggebliebene Speisen zwischenzulagern und an  soziale Einrichtungen weiterzuvermitteln. Wir haben vor allem über orthodoxe Pfarreien den entsprechenden Kontakt mit Armenküchen, Waisen- und Straßenkindern, Obdachlosen und notleidenden alten Menschen. Unsere Pfarrei soll eine Anlaufstelle für Arme und Bedürftige werden, wie es das Charisma des Malteser Hilfsdienstes und  der Schwestern vom Orden der seligen Bolaslawa Lament ist. 3. Bislang konnten wir nur kosmetische Massnahmen durchführen, z.B  Demontage aller fabrikähnlichen Einrichtungen, Anstrich des Kirchenschiffs,  Einrichtung einer Winterkapelle, Entfernung von Putz und Zwischenwänden in der Krypta, provisorische Abdichtung des Kirchendachs und aller Fenster oder Abriss der riesigen Garage in unmittelbarer Nähe der Kirche, natürlich auf eigene Kosten als Bedingung für die Übertragung des Geländes. Sobald die  Stadtverwaltung uns offiziell das Gelände überträgt, beginnt die eigentliche Renovierung; denn  keine Firma darf ohne Vorlage einer behördlichen Bescheinigung  weder einen Betonzaun aufstellen noch neue Versorgungsleitungen durch das Gelände verlegen, wenn es den Auftraggeber nicht als rechtlichen Eigentümer ausweist.  Alle diese Jahre hindurch haben wir geduldig  abgewartet und im Stillen eine Menge kostspieliger Vorarbeit geleistet, damit die Ausführung von konkreten Projekten zügig  vorangeht, soweit die Finanzierung sichergestellt ist. 4. Der Denkmalschutz  hat uns verpflichtet, für alle Vorhaben durch sog. Projekte genehmigen zu lassen.  Diese Projekte sind teuer und zeitraubend, wie z. B. diejenigen für Gelände (Generalplan), Wasser, Strom und Gasversorgung, Kanalisation, Drainage, Krypta, Fenster, Innenrenovierung, Außenfassade, Dachstuhl und Turmspitze. Allein für die Ausarbeitung dieser Projekte – d.h. reiner Papierkram,  haben wir bisher mehr als 100.000 € aufbringen müssen  und einige stehen noch aus. Plötzlich merken unsere betuchten Nachbarn, dass ihnen die Staatsanwaltschaft auf die Pelle rückt. So versuchen sie mit Bestechungsgeldern ihre Grundstücksgrenzen zu erweitern und denken, dass wir das nicht merken. Unsere Position ist folgende: Entweder sind die Grenzen festgelegt oder nicht. Ein Schritt zurück würde uns um Monate zurückwerfen.  Für uns bestehen Prioritäten, wie die Renovierungsarbeiten zeitlich ablaufen. Ganz dringend sind der übliche Betonzaun um das Gelände,  Anschlüsse an das Versorgungsnetz der Stadt,  Drainage in der Krypta und Erneuerung des Kirchendachs. Im November war eine Ortsbesichtigung in der Kirche von einem deutschen Dachdeckermeister vorgesehen; leider ist der Termin geplatzt. Es genügt nicht, sich über Fotos und schriftlichem Bericht ein Bild von den Mängeln am Dach zu machen. Wir werden weitere Kostenanschlage anfordern. Finanzielle Unterstützung von seiten der Stadt haben wir bis heute nicht erhalten, obwohl städtische Mittel zur Verfügung stehen, wo die Regierung  Eigentümer des Projektes ist. Wir sind uns bewußt, dass der enorme Bedarf an Geldmitteln unsere Möglichkeiten übersteigt.  Daher haben wir seit Jahren einen Kreis von Förderern aufgebaut und 2009 eine eigene Stiftung1) zur Renovierung von Mariä-Heimsuchung ins Leben gerufen, die unter dem Schirm der „Arnold-Janssen-Stiftung“ erfolgversprechend angelaufen ist. P. Richard Stark SVD

1  Mariä-Heimsuchung-Stiftung, Steyler Bank,  Kto. Nr. 300121312 ▌BLZ 386 215 00  ▌ International : IBAN  DE25386215000300121312  ▌ BIC (SWIFT) GENODED1STB

Four questions from the Media Publishers’ of the Steyler Mission in Sankt-Augustin concerning the renovation of the Church of the Visitation of the Blessed Virgin Mary December 2011

1.     How long have you been struggling to have the Church grounds returned? 2.     What do you intend to do with the additional 9.762 square meters? 3.     How does the Church renovation proceed? 4.     To what extend does the organization of monument protection put obstacles in the way? The former cemetery Church of the BVM Visitation, which was consecrated in 1859, is an important bulwark of faith. In spite of fire, robbery and profanation it has survived two world wars and 70 years of the communist era. In 1937 the last parish priest was shot, and the Church was ultimately closed down. After the war the cemetery was being devastated systematically, the top of the church tower- cut off, and the church building transformed. In the beginning it was used as storehouse and workshop of the agriculture and physics’ institute. Only after the fall of the communist state a new law was introduced which allowed the Catholic Church to get back its property and become fully engaged in the revival of the Church life on this area. 1.     Twelve years ago, the Archbishop in charge of the local diocese entrusted the task of renovating the church to the Divine Word Missionaries; based on the new law, the parish was reestablished and documented.  Back in 1999 nobody seemed to expect, though, what a hard struggle that was going to be to really get back the House of God- which meanwhile had been put on the list of historical monuments- along with the surrounding grounds covering the area of 24.000 square meters. After long proceedings we received back the church building on December 12, 2002, yet without the grounds, without which we were still cut off from the sewages, water pipes, electricity and gas. Again, after long lasting attempts we managed to sign the land register and it is going through the last authorities and administrative units. We consider it to be a good ending that we got additional grounds of 9.762 square meters put at our free disposal; it still belongs to the city of saint Petersburg, could, however, be acquired later as our property. 2.     The organization of historical monument protection has come up with concrete suggestions as to how the area should be used. We do have, however, our own vision how the church area could be changed and put to use. We plan, first of all, to arrange a memorial park in honor of the deceased (40 thousand Catholics) on the territory of the profaned cemetery. We have already erected a monument commemorating the victims of the Stalin repressions. Our numerous German visitors should be reminded of the victims of the Second World War and the Leningrad Blockade through monuments and commemorative plaques. On the day of All Souls, the faithful members of six city parishes come together in our church to pray for the dead. The cemetery in use is situated at the outskirts of the city. In one of the chapels that were returned to us we could arrange a burial place for urns with ashes. We also think that the BVM Visitation church could serve as the first and only shrine and pilgrimage center in Russia, as there are no places like that in this country. Six Russian archbishops are buried in the church’s crypt. Two blessed persons were working in the church in the 20th century: Sister Bolesława Lament (beatified in 1991), and Fr. Epiphan Akulow (who was shot dead, and whose beatification process has been initiated). Apart from that, there have been some social projects which have not yet been worked on in detail because of primitive conditions in which those who carry them out can live. We have already provided some standardized wooden containers where we could work on them. In one of those a crippled shoemaker, for example, can live and work. As soon as the grounds are cleaned and fenced in, we would like to accept a proposal from hotels and restaurants to secure and temporarily store the food that was not used, and which could further on be delivered to social institutions to distribute it among the poor. We have contacts to such institutions, the homeless and street children, the elderly and the poor thanks to orthodox parishes. Our parish could become a harbor for the poor and the needy, in accordance with the charisma of the Knights Hospitalers and the Sisters of Blessed Bolesława Lament. 3.     So far, we have been able to carry out some minor works, for example dismantling of the old factory facilities, the church nave has been painted, a chapel to be used in winter has been arranged, old plaster has been removed from the crypt walls, and the partition walls have been removed as well. The roof, the windows and the garage next to the church building have been sealed and insulated haphazardly, certainly at our own expense which was one of the conditions to have the grounds returned. As soon as the city management returns the grounds to us officially, we could start the renovation. Otherwise, without the required certificates, no firm would be ready to provide the necessary equipment and start works. All those years we have been waiting patiently and trying to do something useful in silence without anybody knowing of it, so that when the time comes and the financial means are secured, we could continue quite fast and smoothly. 4.     The organization of historical monuments protection has obliged us receive from them a permission for everything we need to be doing. Our projects are expensive and time- consuming, for example those concerning the grounds, water pipes, sewage system, crypt, inner and outer decorations, church roof and tower. Only for the designs and blueprints did we have to pay more than 100.000 Euros; and there is still something left to be done. Our wealthy neighbors seem to realize that the authorities look closely at their financial abilities. So they attempt to bribe them and thus enlarge the grounds bordering on ours, thinking we do not see that. Our stand in this matter is the following: the borders should be defined clearly and surely. Even one step backward would mean to waste several months’ work. We stick to our priorities, one of which is to follow the timetable and not give it up. To build a concrete fence around the grounds is very urgent. So are the connections to the city net, sewage system for the crypt and the roof renovation. In November there should have been a supervision of the repairs by a German qualified roofing worker, unfortunately the time limit could not be kept. It is not enough just to look at the photographs of the roof and the rest of the building to be able to get a whole picture of the faults and lacks. We need further funds. We did not get any financial assistance on the part of the city, even if we are entitled to benefit from that. We are aware of the fact that our needs go far beyond our possibilities, therefore we founded an organization of benefactors, and in 2009 even our own foundation1) to accomplish the renovation of the BVM Visitation Church, which is supported by “Arnold-Janssen-Stiftung” , which can be favorable for us.                                                                       Fr. Richard Stark SVD

1)  Foundation of the BVM Visitation Church   ▌Steyler Bank   ▌Account. Nr. 300121312 ▌  BLZ 386 215 00  ▌ International :  IBAN  DE25386215000300121312  ▌  BIC (SWIFT) GENODED1STB

Vier Fragen von der Medienredaktion der Steyler Mission in Sankt-Augustin  zur Renovierung der Kirche Marä-Heimsuchung (Dez.2011)

 

  1. Wie lange haben Sie für das erweiterte Kirchengelände gekämpft? 2  Was haben Sie mit den 9.762 zusätzlichen Quadratmetern vor? 3. Wie schreitet die Renovierung der Kirche voran? 4. Inwiefern legt Ihnen der Denkmalschutz Steine in den Weg?   Die ehemalige Friedhofskirche Mariä-Heimsuchung, die  im Jahre 1859 eingeweiht wurde, ist ein Bollwerk des Glaubens. Trotz Brandstiftung, Ausraubung und Profanisierung hat sie zwei Weltkriege und 70 Jahre Kommunismus überstanden.  Der letzte Pfarrer wurde 1937 erschossen und die Kirche endgültig geschlossen. Nach dem 2. Weltkrieg begann die systematische Zerstörung des Friedhofs, das Schleifen der Kirchturmsspitze und die Umwandlung des Kirchengebäudes. Zunächst diente sie als Lagerhalle dann als Werkstatt für ein Agro-Physikalisches Institut. Erst nach dem  Sturz und Zerfall des kommunistischen Systems erlaubte ein neues Gesetz die Rückgabe von Kircheneigentum und verpflichtete somit die katholische Kirche, sich für die Wiedergeburt dieser Kirche voll und ganz einzusetzen.   1. Vor 12 Jahren übertrug der zuständige Erzbischof den Steyler Missionaren die Leitung des Projektes und ernannte einen Administrator für diese Kirche, die nach dem neuen Recht und auf dem Papier zurückerstattet war. Welcher Kampf es werden sollte, um das inzwischen unter Denkmalschutz gestellte Gotteshaus und das 24.000 m² umfassende Gelände tatsächlich zurückzubekommen, ahnte niemand 1999.  Nach einem langem Prozessverfahren erhielten wir am 15.12.2002  das Kirchengebäude zurück, aber ohne dazugehörendes Gelände, weswegen wir bis heute von Kanalisation, Wasser, Strom und Gas abgeschnitten sind. Nach jahrelangem, zähem Bemühen sind Ende 2011 die Kadasteramtspapiere unterschrieben worden und durchlaufen die letzten Instanzen. Zum guten Schluss wird der Pfarrgemeinde außer dem  Gebäude und dem bisherigen Grundstück ein Gelände von  9.762 m2 zur kostenlosen Verfügung gestellt. Diese bleiben Eigentum der Stadt Sankt-Petersburg, können aber später von der Pfarrei als Eigentum erworben werden   2. Der Denkmalschutz macht uns konkrete Vorgaben,  wie dieses Gelände zu nutzen ist.   Wir haben natürlich unsere eigene Vorstellung, wir wir das Kirchengelände nutzen wollen.  Zunächst ist ein Erinnerungspark für die Verstorbenen (40.000 Katholiken) des geschändeten Friedhofs geplant. Wir haben bereits ein Denkmal für die katholischen Opfer der stalinischen Repression aufgestellt. Unsere zahlreichen deutschen Besucher sollen durch Denkmäler und Erinnerungstafeln an die Opfer der Weltkriege  und der Leningrader Blockade erinnert werden. Allerseelen kommen jedes Jahr die Katholiken aller Pfarreien (6)  der Stadt in unsere Kirche, um für die Verstorbenen zu beten. Der Friedhof liegt heute am Rande der Stadtmitte. In einer der zurückgegebenen Kapellen könnte eine Urnenaufbewahrungsstätte, ein sog. Kolumbarium entstehen. Wir denken  in Mariä-Heimsuchung  an einen möglichen Pilgerort, den es bislang in Russland nicht gibt.  In der Krypta ruhen sieben Erzbischöfe von Russland. Im 20. Jh.  wirkten zwei Selige  in dieser Pfarrei: Sr. Bolaslawa Lament (1991 seliggesprochen) und P. Epiphan Akulow (hingerichtet und Seligsprechungsprozess eingeleitet). Darüber hinaus sind soziale Projekte vorgesehen, die vorerst in Unterkünften ohne feste Bauweise untergebracht werden. Dazu lassen wir  standardisierte Holzcontainer aufstellen. In einer solchen Wohnunterkunft kann z.B. der behinderte Schuhmacher sofort sein Handwerk ausüben. Sobald das Gelände sicher umzäunt und gesäubert ist, wollen wir das Angebot von Hotels und Restaurants wahrnehmen, übriggebliebene Speisen zwischenzulagern und an  soziale Einrichtungen weiterzuvermitteln. Wir haben vor allem über orthodoxe Pfarreien den entsprechenden Kontakt mit Armenküchen, Waisen- und Straßenkindern, Obdachlosen und notleidenden alten Menschen. Unsere Pfarrei soll eine Anlaufstelle für Arme und Bedürftige werden, wie es das Charisma des Malteser Hilfsdienstes und  der Schwestern vom Orden der seligen Bolaslawa Lament ist. 3. Bislang konnten wir nur kosmetische Massnahmen durchführen, z.B  Demontage aller fabrikähnlichen Einrichtungen, Anstrich des Kirchenschiffs,  Einrichtung einer Winterkapelle, Entfernung von Putz und Zwischenwänden in der Krypta, provisorische Abdichtung des Kirchendachs und aller Fenster oder Abriss der riesigen Garage in unmittelbarer Nähe der Kirche, natürlich auf eigene Kosten als Bedingung für die Übertragung des Geländes. Sobald die  Stadtverwaltung uns offiziell das Gelände überträgt, beginnt die eigentliche Renovierung; denn  keine Firma darf ohne Vorlage einer behördlichen Bescheinigung  weder einen Betonzaun aufstellen noch neue Versorgungsleitungen durch das Gelände verlegen, wenn es den Auftraggeber nicht als rechtlichen Eigentümer ausweist.  Alle diese Jahre hindurch haben wir geduldig  abgewartet und im Stillen eine Menge kostspieliger Vorarbeit geleistet, damit die Ausführung von konkreten Projekten zügig  vorangeht, soweit die Finanzierung sichergestellt ist. 4. Der Denkmalschutz  hat uns verpflichtet, für alle Vorhaben durch sog. Projekte genehmigen zu lassen.  Diese Projekte sind teuer und zeitraubend, wie z. B. diejenigen für Gelände (Generalplan), Wasser, Strom und Gasversorgung, Kanalisation, Drainage, Krypta, Fenster, Innenrenovierung, Außenfassade, Dachstuhl und Turmspitze. Allein für die Ausarbeitung dieser Projekte – d.h. reiner Papierkram,  haben wir bisher mehr als 100.000 € aufbringen müssen  und einige stehen noch aus. Plötzlich merken unsere betuchten Nachbarn, dass ihnen die Staatsanwaltschaft auf die Pelle rückt. So versuchen sie mit Bestechungsgeldern ihre Grundstücksgrenzen zu erweitern und denken, dass wir das nicht merken. Unsere Position ist folgende: Entweder sind die Grenzen festgelegt oder nicht. Ein Schritt zurück würde uns um Monate zurückwerfen.  Für uns bestehen Prioritäten, wie die Renovierungsarbeiten zeitlich ablaufen. Ganz dringend sind der übliche Betonzaun um das Gelände,  Anschlüsse an das Versorgungsnetz der Stadt,  Drainage in der Krypta und Erneuerung des Kirchendachs. Im November war eine Ortsbesichtigung in der Kirche von einem deutschen Dachdeckermeister vorgesehen; leider ist der Termin geplatzt. Es genügt nicht, sich über Fotos und schriftlichem Bericht ein Bild von den Mängeln am Dach zu machen. Wir werden weitere Kostenanschlage anfordern. Finanzielle Unterstützung von seiten der Stadt haben wir bis heute nicht erhalten, obwohl städtische Mittel zur Verfügung stehen, wo die Regierung  Eigentümer des Projektes ist. Wir sind uns bewußt, dass der enorme Bedarf an Geldmitteln unsere Möglichkeiten übersteigt.  Daher haben wir seit Jahren einen Kreis von Förderern aufgebaut und 2009 eine eigene Stiftung1) zur Renovierung von Mariä-Heimsuchung ins Leben gerufen, die unter dem Schirm der „Arnold-Janssen-Stiftung“ erfolgversprechend angelaufen ist. P. Richard Stark SVD

1  Mariä-Heimsuchung-Stiftung, Steyler Bank,  Kto. Nr. 300121312 ▌BLZ 386 215 00  ▌ International : IBAN  DE25386215000300121312  ▌ BIC (SWIFT) GENODED1STB

Vier Fragen von der Medienredaktion der Steyler Mission in Sankt-Augustin  zur Renovierung der Kirche Marä-Heimsuchung (Dez.2011)

 

  1. Wie lange haben Sie für das erweiterte Kirchengelände gekämpft? 2  Was haben Sie mit den 9.762 zusätzlichen Quadratmetern vor? 3. Wie schreitet die Renovierung der Kirche voran? 4. Inwiefern legt Ihnen der Denkmalschutz Steine in den Weg?   Die ehemalige Friedhofskirche Mariä-Heimsuchung, die  im Jahre 1859 eingeweiht wurde, ist ein Bollwerk des Glaubens. Trotz Brandstiftung, Ausraubung und Profanisierung hat sie zwei Weltkriege und 70 Jahre Kommunismus überstanden.  Der letzte Pfarrer wurde 1937 erschossen und die Kirche endgültig geschlossen. Nach dem 2. Weltkrieg begann die systematische Zerstörung des Friedhofs, das Schleifen der Kirchturmsspitze und die Umwandlung des Kirchengebäudes. Zunächst diente sie als Lagerhalle dann als Werkstatt für ein Agro-Physikalisches Institut. Erst nach dem  Sturz und Zerfall des kommunistischen Systems erlaubte ein neues Gesetz die Rückgabe von Kircheneigentum und verpflichtete somit die katholische Kirche, sich für die Wiedergeburt dieser Kirche voll und ganz einzusetzen.   1. Vor 12 Jahren übertrug der zuständige Erzbischof den Steyler Missionaren die Leitung des Projektes und ernannte einen Administrator für diese Kirche, die nach dem neuen Recht und auf dem Papier zurückerstattet war. Welcher Kampf es werden sollte, um das inzwischen unter Denkmalschutz gestellte Gotteshaus und das 24.000 m² umfassende Gelände tatsächlich zurückzubekommen, ahnte niemand 1999.  Nach einem langem Prozessverfahren erhielten wir am 15.12.2002  das Kirchengebäude zurück, aber ohne dazugehörendes Gelände, weswegen wir bis heute von Kanalisation, Wasser, Strom und Gas abgeschnitten sind. Nach jahrelangem, zähem Bemühen sind Ende 2011 die Kadasteramtspapiere unterschrieben worden und durchlaufen die letzten Instanzen. Zum guten Schluss wird der Pfarrgemeinde außer dem  Gebäude und dem bisherigen Grundstück ein Gelände von  9.762 m2 zur kostenlosen Verfügung gestellt. Diese bleiben Eigentum der Stadt Sankt-Petersburg, können aber später von der Pfarrei als Eigentum erworben werden   2. Der Denkmalschutz macht uns konkrete Vorgaben,  wie dieses Gelände zu nutzen ist.   Wir haben natürlich unsere eigene Vorstellung, wir wir das Kirchengelände nutzen wollen.  Zunächst ist ein Erinnerungspark für die Verstorbenen (40.000 Katholiken) des geschändeten Friedhofs geplant. Wir haben bereits ein Denkmal für die katholischen Opfer der stalinischen Repression aufgestellt. Unsere zahlreichen deutschen Besucher sollen durch Denkmäler und Erinnerungstafeln an die Opfer der Weltkriege  und der Leningrader Blockade erinnert werden. Allerseelen kommen jedes Jahr die Katholiken aller Pfarreien (6)  der Stadt in unsere Kirche, um für die Verstorbenen zu beten. Der Friedhof liegt heute am Rande der Stadtmitte. In einer der zurückgegebenen Kapellen könnte eine Urnenaufbewahrungsstätte, ein sog. Kolumbarium entstehen. Wir denken  in Mariä-Heimsuchung  an einen möglichen Pilgerort, den es bislang in Russland nicht gibt.  In der Krypta ruhen sieben Erzbischöfe von Russland. Im 20. Jh.  wirkten zwei Selige  in dieser Pfarrei: Sr. Bolaslawa Lament (1991 seliggesprochen) und P. Epiphan Akulow (hingerichtet und Seligsprechungsprozess eingeleitet). Darüber hinaus sind soziale Projekte vorgesehen, die vorerst in Unterkünften ohne feste Bauweise untergebracht werden. Dazu lassen wir  standardisierte Holzcontainer aufstellen. In einer solchen Wohnunterkunft kann z.B. der behinderte Schuhmacher sofort sein Handwerk ausüben. Sobald das Gelände sicher umzäunt und gesäubert ist, wollen wir das Angebot von Hotels und Restaurants wahrnehmen, übriggebliebene Speisen zwischenzulagern und an  soziale Einrichtungen weiterzuvermitteln. Wir haben vor allem über orthodoxe Pfarreien den entsprechenden Kontakt mit Armenküchen, Waisen- und Straßenkindern, Obdachlosen und notleidenden alten Menschen. Unsere Pfarrei soll eine Anlaufstelle für Arme und Bedürftige werden, wie es das Charisma des Malteser Hilfsdienstes und  der Schwestern vom Orden der seligen Bolaslawa Lament ist. 3. Bislang konnten wir nur kosmetische Massnahmen durchführen, z.B  Demontage aller fabrikähnlichen Einrichtungen, Anstrich des Kirchenschiffs,  Einrichtung einer Winterkapelle, Entfernung von Putz und Zwischenwänden in der Krypta, provisorische Abdichtung des Kirchendachs und aller Fenster oder Abriss der riesigen Garage in unmittelbarer Nähe der Kirche, natürlich auf eigene Kosten als Bedingung für die Übertragung des Geländes. Sobald die  Stadtverwaltung uns offiziell das Gelände überträgt, beginnt die eigentliche Renovierung; denn  keine Firma darf ohne Vorlage einer behördlichen Bescheinigung  weder einen Betonzaun aufstellen noch neue Versorgungsleitungen durch das Gelände verlegen, wenn es den Auftraggeber nicht als rechtlichen Eigentümer ausweist.  Alle diese Jahre hindurch haben wir geduldig  abgewartet und im Stillen eine Menge kostspieliger Vorarbeit geleistet, damit die Ausführung von konkreten Projekten zügig  vorangeht, soweit die Finanzierung sichergestellt ist. 4. Der Denkmalschutz  hat uns verpflichtet, für alle Vorhaben durch sog. Projekte genehmigen zu lassen.  Diese Projekte sind teuer und zeitraubend, wie z. B. diejenigen für Gelände (Generalplan), Wasser, Strom und Gasversorgung, Kanalisation, Drainage, Krypta, Fenster, Innenrenovierung, Außenfassade, Dachstuhl und Turmspitze. Allein für die Ausarbeitung dieser Projekte – d.h. reiner Papierkram,  haben wir bisher mehr als 100.000 € aufbringen müssen  und einige stehen noch aus. Plötzlich merken unsere betuchten Nachbarn, dass ihnen die Staatsanwaltschaft auf die Pelle rückt. So versuchen sie mit Bestechungsgeldern ihre Grundstücksgrenzen zu erweitern und denken, dass wir das nicht merken. Unsere Position ist folgende: Entweder sind die Grenzen festgelegt oder nicht. Ein Schritt zurück würde uns um Monate zurückwerfen.  Für uns bestehen Prioritäten, wie die Renovierungsarbeiten zeitlich ablaufen. Ganz dringend sind der übliche Betonzaun um das Gelände,  Anschlüsse an das Versorgungsnetz der Stadt,  Drainage in der Krypta und Erneuerung des Kirchendachs. Im November war eine Ortsbesichtigung in der Kirche von einem deutschen Dachdeckermeister vorgesehen; leider ist der Termin geplatzt. Es genügt nicht, sich über Fotos und schriftlichem Bericht ein Bild von den Mängeln am Dach zu machen. Wir werden weitere Kostenanschlage anfordern. Finanzielle Unterstützung von seiten der Stadt haben wir bis heute nicht erhalten, obwohl städtische Mittel zur Verfügung stehen, wo die Regierung  Eigentümer des Projektes ist. Wir sind uns bewußt, dass der enorme Bedarf an Geldmitteln unsere Möglichkeiten übersteigt.  Daher haben wir seit Jahren einen Kreis von Förderern aufgebaut und 2009 eine eigene Stiftung1) zur Renovierung von Mariä-Heimsuchung ins Leben gerufen, die unter dem Schirm der „Arnold-Janssen-Stiftung“ erfolgversprechend angelaufen ist. P. Richard Stark SVD

1          ) Mariä-Heimsuchung-Stiftung, Steyler Bank,  Kto. Nr. 300121312 ▌BLZ 386 215 00  ▌                                                                International : IBAN  DE25386215000300121312  ▌ BIC (SWIFT) GENODED1STB

Four questions from the Media Publishers’ of the Steyler Mission in Sankt-Augustin concerning the renovation of the Church of the Visitation of the Blessed Virgin Mary December 2011

1.     How long have you been struggling to have the Church grounds returned? 2.     What do you intend to do with the additional 9.762 square meters? 3.     How does the Church renovation proceed? 4.     To what extend does the organization of monument protection put obstacles in the way? The former cemetery Church of the BVM Visitation, which was consecrated in 1859, is an important bulwark of faith. In spite of fire, robbery and profanation it has survived two world wars and 70 years of the communist era. In 1937 the last parish priest was shot, and the Church was ultimately closed down. After the war the cemetery was being devastated systematically, the top of the church tower- cut off, and the church building transformed. In the beginning it was used as storehouse and workshop of the agriculture and physics’ institute. Only after the fall of the communist state a new law was introduced which allowed the Catholic Church to get back its property and become fully engaged in the revival of the Church life on this area. 1.     Twelve years ago, the Archbishop in charge of the local diocese entrusted the task of renovating the church to the Divine Word Missionaries; based on the new law, the parish was reestablished and documented.  Back in 1999 nobody seemed to expect, though, what a hard struggle that was going to be to really get back the House of God- which meanwhile had been put on the list of historical monuments- along with the surrounding grounds covering the area of 24.000 square meters. After long proceedings we received back the church building on December 12, 2002, yet without the grounds, without which we were still cut off from the sewages, water pipes, electricity and gas. Again, after long lasting attempts we managed to sign the land register and it is going through the last authorities and administrative units. We consider it to be a good ending that we got additional grounds of 9.762 square meters put at our free disposal; it still belongs to the city of saint Petersburg, could, however, be acquired later as our property. 2.     The organization of historical monument protection has come up with concrete suggestions as to how the area should be used. We do have, however, our own vision how the church area could be changed and put to use. We plan, first of all, to arrange a memorial park in honor of the deceased (40 thousand Catholics) on the territory of the profaned cemetery. We have already erected a monument commemorating the victims of the Stalin repressions. Our numerous German visitors should be reminded of the victims of the Second World War and the Leningrad Blockade through monuments and commemorative plaques. On the day of All Souls, the faithful members of six city parishes come together in our church to pray for the dead. The cemetery in use is situated at the outskirts of the city. In one of the chapels that were returned to us we could arrange a burial place for urns with ashes. We also think that the BVM Visitation church could serve as the first and only shrine and pilgrimage center in Russia, as there are no places like that in this country. Six Russian archbishops are buried in the church’s crypt. Two blessed persons were working in the church in the 20th century: Sister Bolesława Lament (beatified in 1991), and Fr. Epiphan Akulow (who was shot dead, and whose beatification process has been initiated). Apart from that, there have been some social projects which have not yet been worked on in detail because of primitive conditions in which those who carry them out can live. We have already provided some standardized wooden containers where we could work on them. In one of those a crippled shoemaker, for example, can live and work. As soon as the grounds are cleaned and fenced in, we would like to accept a proposal from hotels and restaurants to secure and temporarily store the food that was not used, and which could further on be delivered to social institutions to distribute it among the poor. We have contacts to such institutions, the homeless and street children, the elderly and the poor thanks to orthodox parishes. Our parish could become a harbor for the poor and the needy, in accordance with the charisma of the Knights Hospitalers and the Sisters of Blessed Bolesława Lament. 3.     So far, we have been able to carry out some minor works, for example dismantling of the old factory facilities, the church nave has been painted, a chapel to be used in winter has been arranged, old plaster has been removed from the crypt walls, and the partition walls have been removed as well. The roof, the windows and the garage next to the church building have been sealed and insulated haphazardly, certainly at our own expense which was one of the conditions to have the grounds returned. As soon as the city management returns the grounds to us officially, we could start the renovation. Otherwise, without the required certificates, no firm would be ready to provide the necessary equipment and start works. All those years we have been waiting patiently and trying to do something useful in silence without anybody knowing of it, so that when the time comes and the financial means are secured, we could continue quite fast and smoothly. 4.     The organization of historical monuments protection has obliged us receive from them a permission for everything we need to be doing. Our projects are expensive and time- consuming, for example those concerning the grounds, water pipes, sewage system, crypt, inner and outer decorations, church roof and tower. Only for the designs and blueprints did we have to pay more than 100.000 Euros; and there is still something left to be done. Our wealthy neighbors seem to realize that the authorities look closely at their financial abilities. So they attempt to bribe them and thus enlarge the grounds bordering on ours, thinking we do not see that. Our stand in this matter is the following: the borders should be defined clearly and surely. Even one step backward would mean to waste several months’ work. We stick to our priorities, one of which is to follow the timetable and not give it up. To build a concrete fence around the grounds is very urgent. So are the connections to the city net, sewage system for the crypt and the roof renovation. In November there should have been a supervision of the repairs by a German qualified roofing worker, unfortunately the time limit could not be kept. It is not enough just to look at the photographs of the roof and the rest of the building to be able to get a whole picture of the faults and lacks. We need further funds. We did not get any financial assistance on the part of the city, even if we are entitled to benefit from that. We are aware of the fact that our needs go far beyond our possibilities, therefore we founded an organization of benefactors, and in 2009 even our own foundation1) to accomplish the renovation of the BVM Visitation Church, which is supported by “Arnold-Janssen-Stiftung” , which can be favorable for us.                                                                       Fr. Richard Stark SVD

1)  Foundation of the BVM Visitation Church   ▌Steyler Bank   ▌Account. Nr. 300121312 ▌  BLZ 386 215 00  ▌ International :  IBAN  DE25386215000300121312  ▌  BIC (SWIFT) GENODED1STB

Vier Fragen von der Medienredaktion der Steyler Mission in Sankt-Augustin  zur Renovierung der Kirche Marä-Heimsuchung (Dez.2011)

 

  1. Wie lange haben Sie für das erweiterte Kirchengelände gekämpft? 2  Was haben Sie mit den 9.762 zusätzlichen Quadratmetern vor? 3. Wie schreitet die Renovierung der Kirche voran? 4. Inwiefern legt Ihnen der Denkmalschutz Steine in den Weg?   Die ehemalige Friedhofskirche Mariä-Heimsuchung, die  im Jahre 1859 eingeweiht wurde, ist ein Bollwerk des Glaubens. Trotz Brandstiftung, Ausraubung und Profanisierung hat sie zwei Weltkriege und 70 Jahre Kommunismus überstanden.  Der letzte Pfarrer wurde 1937 erschossen und die Kirche endgültig geschlossen. Nach dem 2. Weltkrieg begann die systematische Zerstörung des Friedhofs, das Schleifen der Kirchturmsspitze und die Umwandlung des Kirchengebäudes. Zunächst diente sie als Lagerhalle dann als Werkstatt für ein Agro-Physikalisches Institut. Erst nach dem  Sturz und Zerfall des kommunistischen Systems erlaubte ein neues Gesetz die Rückgabe von Kircheneigentum und verpflichtete somit die katholische Kirche, sich für die Wiedergeburt dieser Kirche voll und ganz einzusetzen.   1. Vor 12 Jahren übertrug der zuständige Erzbischof den Steyler Missionaren die Leitung des Projektes und ernannte einen Administrator für diese Kirche, die nach dem neuen Recht und auf dem Papier zurückerstattet war. Welcher Kampf es werden sollte, um das inzwischen unter Denkmalschutz gestellte Gotteshaus und das 24.000 m² umfassende Gelände tatsächlich zurückzubekommen, ahnte niemand 1999.  Nach einem langem Prozessverfahren erhielten wir am 15.12.2002  das Kirchengebäude zurück, aber ohne dazugehörendes Gelände, weswegen wir bis heute von Kanalisation, Wasser, Strom und Gas abgeschnitten sind. Nach jahrelangem, zähem Bemühen sind Ende 2011 die Kadasteramtspapiere unterschrieben worden und durchlaufen die letzten Instanzen. Zum guten Schluss wird der Pfarrgemeinde außer dem  Gebäude und dem bisherigen Grundstück ein Gelände von  9.762 m2 zur kostenlosen Verfügung gestellt. Diese bleiben Eigentum der Stadt Sankt-Petersburg, können aber später von der Pfarrei als Eigentum erworben werden   2. Der Denkmalschutz macht uns konkrete Vorgaben,  wie dieses Gelände zu nutzen ist.   Wir haben natürlich unsere eigene Vorstellung, wir wir das Kirchengelände nutzen wollen.  Zunächst ist ein Erinnerungspark für die Verstorbenen (40.000 Katholiken) des geschändeten Friedhofs geplant. Wir haben bereits ein Denkmal für die katholischen Opfer der stalinischen Repression aufgestellt. Unsere zahlreichen deutschen Besucher sollen durch Denkmäler und Erinnerungstafeln an die Opfer der Weltkriege  und der Leningrader Blockade erinnert werden. Allerseelen kommen jedes Jahr die Katholiken aller Pfarreien (6)  der Stadt in unsere Kirche, um für die Verstorbenen zu beten. Der Friedhof liegt heute am Rande der Stadtmitte. In einer der zurückgegebenen Kapellen könnte eine Urnenaufbewahrungsstätte, ein sog. Kolumbarium entstehen. Wir denken  in Mariä-Heimsuchung  an einen möglichen Pilgerort, den es bislang in Russland nicht gibt.  In der Krypta ruhen sieben Erzbischöfe von Russland. Im 20. Jh.  wirkten zwei Selige  in dieser Pfarrei: Sr. Bolaslawa Lament (1991 seliggesprochen) und P. Epiphan Akulow (hingerichtet und Seligsprechungsprozess eingeleitet). Darüber hinaus sind soziale Projekte vorgesehen, die vorerst in Unterkünften ohne feste Bauweise untergebracht werden. Dazu lassen wir  standardisierte Holzcontainer aufstellen. In einer solchen Wohnunterkunft kann z.B. der behinderte Schuhmacher sofort sein Handwerk ausüben. Sobald das Gelände sicher umzäunt und gesäubert ist, wollen wir das Angebot von Hotels und Restaurants wahrnehmen, übriggebliebene Speisen zwischenzulagern und an  soziale Einrichtungen weiterzuvermitteln. Wir haben vor allem über orthodoxe Pfarreien den entsprechenden Kontakt mit Armenküchen, Waisen- und Straßenkindern, Obdachlosen und notleidenden alten Menschen. Unsere Pfarrei soll eine Anlaufstelle für Arme und Bedürftige werden, wie es das Charisma des Malteser Hilfsdienstes und  der Schwestern vom Orden der seligen Bolaslawa Lament ist. 3. Bislang konnten wir nur kosmetische Massnahmen durchführen, z.B  Demontage aller fabrikähnlichen Einrichtungen, Anstrich des Kirchenschiffs,  Einrichtung einer Winterkapelle, Entfernung von Putz und Zwischenwänden in der Krypta, provisorische Abdichtung des Kirchendachs und aller Fenster oder Abriss der riesigen Garage in unmittelbarer Nähe der Kirche, natürlich auf eigene Kosten als Bedingung für die Übertragung des Geländes. Sobald die  Stadtverwaltung uns offiziell das Gelände überträgt, beginnt die eigentliche Renovierung; denn  keine Firma darf ohne Vorlage einer behördlichen Bescheinigung  weder einen Betonzaun aufstellen noch neue Versorgungsleitungen durch das Gelände verlegen, wenn es den Auftraggeber nicht als rechtlichen Eigentümer ausweist.  Alle diese Jahre hindurch haben wir geduldig  abgewartet und im Stillen eine Menge kostspieliger Vorarbeit geleistet, damit die Ausführung von konkreten Projekten zügig  vorangeht, soweit die Finanzierung sichergestellt ist. 4. Der Denkmalschutz  hat uns verpflichtet, für alle Vorhaben durch sog. Projekte genehmigen zu lassen.  Diese Projekte sind teuer und zeitraubend, wie z. B. diejenigen für Gelände (Generalplan), Wasser, Strom und Gasversorgung, Kanalisation, Drainage, Krypta, Fenster, Innenrenovierung, Außenfassade, Dachstuhl und Turmspitze. Allein für die Ausarbeitung dieser Projekte – d.h. reiner Papierkram,  haben wir bisher mehr als 100.000 € aufbringen müssen  und einige stehen noch aus. Plötzlich merken unsere betuchten Nachbarn, dass ihnen die Staatsanwaltschaft auf die Pelle rückt. So versuchen sie mit Bestechungsgeldern ihre Grundstücksgrenzen zu erweitern und denken, dass wir das nicht merken. Unsere Position ist folgende: Entweder sind die Grenzen festgelegt oder nicht. Ein Schritt zurück würde uns um Monate zurückwerfen.  Für uns bestehen Prioritäten, wie die Renovierungsarbeiten zeitlich ablaufen. Ganz dringend sind der übliche Betonzaun um das Gelände,  Anschlüsse an das Versorgungsnetz der Stadt,  Drainage in der Krypta und Erneuerung des Kirchendachs. Im November war eine Ortsbesichtigung in der Kirche von einem deutschen Dachdeckermeister vorgesehen; leider ist der Termin geplatzt. Es genügt nicht, sich über Fotos und schriftlichem Bericht ein Bild von den Mängeln am Dach zu machen. Wir werden weitere Kostenanschlage anfordern. Finanzielle Unterstützung von seiten der Stadt haben wir bis heute nicht erhalten, obwohl städtische Mittel zur Verfügung stehen, wo die Regierung  Eigentümer des Projektes ist. Wir sind uns bewußt, dass der enorme Bedarf an Geldmitteln unsere Möglichkeiten übersteigt.  Daher haben wir seit Jahren einen Kreis von Förderern aufgebaut und 2009 eine eigene Stiftung1) zur Renovierung von Mariä-Heimsuchung ins Leben gerufen, die unter dem Schirm der „Arnold-Janssen-Stiftung“ erfolgversprechend angelaufen ist. P. Richard Stark SVD

1  Mariä-Heimsuchung-Stiftung, Steyler Bank,  Kto. Nr. 300121312 ▌BLZ 386 215 00  ▌ International : IBAN  DE25386215000300121312  ▌ BIC (SWIFT) GENODED1STB

Four questions from the Media Publishers’ of the Steyler Mission in Sankt-Augustin concerning the renovation of the Church of the Visitation of the Blessed Virgin Mary December 2011

1.     How long have you been struggling to have the Church grounds returned? 2.     What do you intend to do with the additional 9.762 square meters? 3.     How does the Church renovation proceed? 4.     To what extend does the organization of monument protection put obstacles in the way? The former cemetery Church of the BVM Visitation, which was consecrated in 1859, is an important bulwark of faith. In spite of fire, robbery and profanation it has survived two world wars and 70 years of the communist era. In 1937 the last parish priest was shot, and the Church was ultimately closed down. After the war the cemetery was being devastated systematically, the top of the church tower- cut off, and the church building transformed. In the beginning it was used as storehouse and workshop of the agriculture and physics’ institute. Only after the fall of the communist state a new law was introduced which allowed the Catholic Church to get back its property and become fully engaged in the revival of the Church life on this area. 1.     Twelve years ago, the Archbishop in charge of the local diocese entrusted the task of renovating the church to the Divine Word Missionaries; based on the new law, the parish was reestablished and documented.  Back in 1999 nobody seemed to expect, though, what a hard struggle that was going to be to really get back the House of God- which meanwhile had been put on the list of historical monuments- along with the surrounding grounds covering the area of 24.000 square meters. After long proceedings we received back the church building on December 12, 2002, yet without the grounds, without which we were still cut off from the sewages, water pipes, electricity and gas. Again, after long lasting attempts we managed to sign the land register and it is going through the last authorities and administrative units. We consider it to be a good ending that we got additional grounds of 9.762 square meters put at our free disposal; it still belongs to the city of saint Petersburg, could, however, be acquired later as our property. 2.     The organization of historical monument protection has come up with concrete suggestions as to how the area should be used. We do have, however, our own vision how the church area could be changed and put to use. We plan, first of all, to arrange a memorial park in honor of the deceased (40 thousand Catholics) on the territory of the profaned cemetery. We have already erected a monument commemorating the victims of the Stalin repressions. Our numerous German visitors should be reminded of the victims of the Second World War and the Leningrad Blockade through monuments and commemorative plaques. On the day of All Souls, the faithful members of six city parishes come together in our church to pray for the dead. The cemetery in use is situated at the outskirts of the city. In one of the chapels that were returned to us we could arrange a burial place for urns with ashes. We also think that the BVM Visitation church could serve as the first and only shrine and pilgrimage center in Russia, as there are no places like that in this country. Six Russian archbishops are buried in the church’s crypt. Two blessed persons were working in the church in the 20th century: Sister Bolesława Lament (beatified in 1991), and Fr. Epiphan Akulow (who was shot dead, and whose beatification process has been initiated). Apart from that, there have been some social projects which have not yet been worked on in detail because of primitive conditions in which those who carry them out can live. We have already provided some standardized wooden containers where we could work on them. In one of those a crippled shoemaker, for example, can live and work. As soon as the grounds are cleaned and fenced in, we would like to accept a proposal from hotels and restaurants to secure and temporarily store the food that was not used, and which could further on be delivered to social institutions to distribute it among the poor. We have contacts to such institutions, the homeless and street children, the elderly and the poor thanks to orthodox parishes. Our parish could become a harbor for the poor and the needy, in accordance with the charisma of the Knights Hospitalers and the Sisters of Blessed Bolesława Lament. 3.     So far, we have been able to carry out some minor works, for example dismantling of the old factory facilities, the church nave has been painted, a chapel to be used in winter has been arranged, old plaster has been removed from the crypt walls, and the partition walls have been removed as well. The roof, the windows and the garage next to the church building have been sealed and insulated haphazardly, certainly at our own expense which was one of the conditions to have the grounds returned. As soon as the city management returns the grounds to us officially, we could start the renovation. Otherwise, without the required certificates, no firm would be ready to provide the necessary equipment and start works. All those years we have been waiting patiently and trying to do something useful in silence without anybody knowing of it, so that when the time comes and the financial means are secured, we could continue quite fast and smoothly. 4.     The organization of historical monuments protection has obliged us receive from them a permission for everything we need to be doing. Our projects are expensive and time- consuming, for example those concerning the grounds, water pipes, sewage system, crypt, inner and outer decorations, church roof and tower. Only for the designs and blueprints did we have to pay more than 100.000 Euros; and there is still something left to be done. Our wealthy neighbors seem to realize that the authorities look closely at their financial abilities. So they attempt to bribe them and thus enlarge the grounds bordering on ours, thinking we do not see that. Our stand in this matter is the following: the borders should be defined clearly and surely. Even one step backward would mean to waste several months’ work. We stick to our priorities, one of which is to follow the timetable and not give it up. To build a concrete fence around the grounds is very urgent. So are the connections to the city net, sewage system for the crypt and the roof renovation. In November there should have been a supervision of the repairs by a German qualified roofing worker, unfortunately the time limit could not be kept. It is not enough just to look at the photographs of the roof and the rest of the building to be able to get a whole picture of the faults and lacks. We need further funds. We did not get any financial assistance on the part of the city, even if we are entitled to benefit from that. We are aware of the fact that our needs go far beyond our possibilities, therefore we founded an organization of benefactors, and in 2009 even our own foundation1) to accomplish the renovation of the BVM Visitation Church, which is supported by “Arnold-Janssen-Stiftung” , which can be favorable for us.                                                                       Fr. Richard Stark SVD

1)  Foundation of the BVM Visitation Church   ▌Steyler Bank   ▌Account. Nr. 300121312 ▌  BLZ 386 215 00  ▌ International :  IBAN  DE25386215000300121312  ▌  BIC (SWIFT) GENODED1STB

Vier Fragen von der Medienredaktion der Steyler Mission in Sankt-Augustin  zur Renovierung der Kirche Marä-Heimsuchung (Dez.2011)

 

  1. Wie lange haben Sie für das erweiterte Kirchengelände gekämpft? 2  Was haben Sie mit den 9.762 zusätzlichen Quadratmetern vor? 3. Wie schreitet die Renovierung der Kirche voran? 4. Inwiefern legt Ihnen der Denkmalschutz Steine in den Weg?   Die ehemalige Friedhofskirche Mariä-Heimsuchung, die  im Jahre 1859 eingeweiht wurde, ist ein Bollwerk des Glaubens. Trotz Brandstiftung, Ausraubung und Profanisierung hat sie zwei Weltkriege und 70 Jahre Kommunismus überstanden.  Der letzte Pfarrer wurde 1937 erschossen und die Kirche endgültig geschlossen. Nach dem 2. Weltkrieg begann die systematische Zerstörung des Friedhofs, das Schleifen der Kirchturmsspitze und die Umwandlung des Kirchengebäudes. Zunächst diente sie als Lagerhalle dann als Werkstatt für ein Agro-Physikalisches Institut. Erst nach dem  Sturz und Zerfall des kommunistischen Systems erlaubte ein neues Gesetz die Rückgabe von Kircheneigentum und verpflichtete somit die katholische Kirche, sich für die Wiedergeburt dieser Kirche voll und ganz einzusetzen.   1. Vor 12 Jahren übertrug der zuständige Erzbischof den Steyler Missionaren die Leitung des Projektes und ernannte einen Administrator für diese Kirche, die nach dem neuen Recht und auf dem Papier zurückerstattet war. Welcher Kampf es werden sollte, um das inzwischen unter Denkmalschutz gestellte Gotteshaus und das 24.000 m² umfassende Gelände tatsächlich zurückzubekommen, ahnte niemand 1999.  Nach einem langem Prozessverfahren erhielten wir am 15.12.2002  das Kirchengebäude zurück, aber ohne dazugehörendes Gelände, weswegen wir bis heute von Kanalisation, Wasser, Strom und Gas abgeschnitten sind. Nach jahrelangem, zähem Bemühen sind Ende 2011 die Kadasteramtspapiere unterschrieben worden und durchlaufen die letzten Instanzen. Zum guten Schluss wird der Pfarrgemeinde außer dem  Gebäude und dem bisherigen Grundstück ein Gelände von  9.762 m2 zur kostenlosen Verfügung gestellt. Diese bleiben Eigentum der Stadt Sankt-Petersburg, können aber später von der Pfarrei als Eigentum erworben werden   2. Der Denkmalschutz macht uns konkrete Vorgaben,  wie dieses Gelände zu nutzen ist.   Wir haben natürlich unsere eigene Vorstellung, wir wir das Kirchengelände nutzen wollen.  Zunächst ist ein Erinnerungspark für die Verstorbenen (40.000 Katholiken) des geschändeten Friedhofs geplant. Wir haben bereits ein Denkmal für die katholischen Opfer der stalinischen Repression aufgestellt. Unsere zahlreichen deutschen Besucher sollen durch Denkmäler und Erinnerungstafeln an die Opfer der Weltkriege  und der Leningrader Blockade erinnert werden. Allerseelen kommen jedes Jahr die Katholiken aller Pfarreien (6)  der Stadt in unsere Kirche, um für die Verstorbenen zu beten. Der Friedhof liegt heute am Rande der Stadtmitte. In einer der zurückgegebenen Kapellen könnte eine Urnenaufbewahrungsstätte, ein sog. Kolumbarium entstehen. Wir denken  in Mariä-Heimsuchung  an einen möglichen Pilgerort, den es bislang in Russland nicht gibt.  In der Krypta ruhen sieben Erzbischöfe von Russland. Im 20. Jh.  wirkten zwei Selige  in dieser Pfarrei: Sr. Bolaslawa Lament (1991 seliggesprochen) und P. Epiphan Akulow (hingerichtet und Seligsprechungsprozess eingeleitet). Darüber hinaus sind soziale Projekte vorgesehen, die vorerst in Unterkünften ohne feste Bauweise untergebracht werden. Dazu lassen wir  standardisierte Holzcontainer aufstellen. In einer solchen Wohnunterkunft kann z.B. der behinderte Schuhmacher sofort sein Handwerk ausüben. Sobald das Gelände sicher umzäunt und gesäubert ist, wollen wir das Angebot von Hotels und Restaurants wahrnehmen, übriggebliebene Speisen zwischenzulagern und an  soziale Einrichtungen weiterzuvermitteln. Wir haben vor allem über orthodoxe Pfarreien den entsprechenden Kontakt mit Armenküchen, Waisen- und Straßenkindern, Obdachlosen und notleidenden alten Menschen. Unsere Pfarrei soll eine Anlaufstelle für Arme und Bedürftige werden, wie es das Charisma des Malteser Hilfsdienstes und  der Schwestern vom Orden der seligen Bolaslawa Lament ist. 3. Bislang konnten wir nur kosmetische Massnahmen durchführen, z.B  Demontage aller fabrikähnlichen Einrichtungen, Anstrich des Kirchenschiffs,  Einrichtung einer Winterkapelle, Entfernung von Putz und Zwischenwänden in der Krypta, provisorische Abdichtung des Kirchendachs und aller Fenster oder Abriss der riesigen Garage in unmittelbarer Nähe der Kirche, natürlich auf eigene Kosten als Bedingung für die Übertragung des Geländes. Sobald die  Stadtverwaltung uns offiziell das Gelände überträgt, beginnt die eigentliche Renovierung; denn  keine Firma darf ohne Vorlage einer behördlichen Bescheinigung  weder einen Betonzaun aufstellen noch neue Versorgungsleitungen durch das Gelände verlegen, wenn es den Auftraggeber nicht als rechtlichen Eigentümer ausweist.  Alle diese Jahre hindurch haben wir geduldig  abgewartet und im Stillen eine Menge kostspieliger Vorarbeit geleistet, damit die Ausführung von konkreten Projekten zügig  vorangeht, soweit die Finanzierung sichergestellt ist. 4. Der Denkmalschutz  hat uns verpflichtet, für alle Vorhaben durch sog. Projekte genehmigen zu lassen.  Diese Projekte sind teuer und zeitraubend, wie z. B. diejenigen für Gelände (Generalplan), Wasser, Strom und Gasversorgung, Kanalisation, Drainage, Krypta, Fenster, Innenrenovierung, Außenfassade, Dachstuhl und Turmspitze. Allein für die Ausarbeitung dieser Projekte – d.h. reiner Papierkram,  haben wir bisher mehr als 100.000 € aufbringen müssen  und einige stehen noch aus. Plötzlich merken unsere betuchten Nachbarn, dass ihnen die Staatsanwaltschaft auf die Pelle rückt. So versuchen sie mit Bestechungsgeldern ihre Grundstücksgrenzen zu erweitern und denken, dass wir das nicht merken. Unsere Position ist folgende: Entweder sind die Grenzen festgelegt oder nicht. Ein Schritt zurück würde uns um Monate zurückwerfen.  Für uns bestehen Prioritäten, wie die Renovierungsarbeiten zeitlich ablaufen. Ganz dringend sind der übliche Betonzaun um das Gelände,  Anschlüsse an das Versorgungsnetz der Stadt,  Drainage in der Krypta und Erneuerung des Kirchendachs. Im November war eine Ortsbesichtigung in der Kirche von einem deutschen Dachdeckermeister vorgesehen; leider ist der Termin geplatzt. Es genügt nicht, sich über Fotos und schriftlichem Bericht ein Bild von den Mängeln am Dach zu machen. Wir werden weitere Kostenanschlage anfordern. Finanzielle Unterstützung von seiten der Stadt haben wir bis heute nicht erhalten, obwohl städtische Mittel zur Verfügung stehen, wo die Regierung  Eigentümer des Projektes ist. Wir sind uns bewußt, dass der enorme Bedarf an Geldmitteln unsere Möglichkeiten übersteigt.  Daher haben wir seit Jahren einen Kreis von Förderern aufgebaut und 2009 eine eigene Stiftung1) zur Renovierung von Mariä-Heimsuchung ins Leben gerufen, die unter dem Schirm der „Arnold-Janssen-Stiftung“ erfolgversprechend angelaufen ist. P. Richard Stark SVD

1  Mariä-Heimsuchung-Stiftung, Steyler Bank,  Kto. Nr. 300121312 ▌BLZ 386 215 00  ▌ International : IBAN  DE25386215000300121312  ▌ BIC (SWIFT) GENODED1STB
Четыре вопроса от редакции средств массовой информации миссии Вербистов Ордена Слова Божия в Св. Августине по поводу восстановления церкви Посещения Пресвятой Девой Марией святой Елисаветы (  Декабрь 2011 ).    
  1. Как долго продолжалась Ваша борьба  за расширенную церковную территорию?
  2. Что Вы планируете делать на дополнительных 9. 762 квадратных метрах?
  3. Как продвигается ремонт здания  церкви?
  4. Насколько организация по охране памятников препятствует Вашей работе?
  Бывшая кладбищенская церковь во имя Посещения Пресв. Девой Марией св. Елисаветы, которая торжественно открылась в 1859 году, – это остов, каркас веры. Несмотря на поджог, разграбление и профанацию, она перенесла две войны и 70 лет коммунизма. Последний священник был застрелен в 1937 году и  церковь окончательно закрыли. После второй мировой войны началось систематическое разрушение кладбища, колокольня лишилась завершения, а здание храма приспособили под производственные нужды. Сначала в нем находился склад, позже лаборатория Агрофизического института. Только после падения коммунистического режима новый закон позволял вернуть церковную собственность, обязывая таким образом католическую церковь выступить за возрождение и реставрацию храма.   1.  12 лет назад ответственный  Архиепископ передал управление проектом  миссионерам-Вербистам из Общества Слова Божия и назначил администратора  этой церкви, возвращение которой было закреплено также и на бумаге, согласно новому праву. Но в 1999 году  никто не мог предположить, какая борьба будет разворачиваться, чтобы действительно получить обратно церковное здание и прилегающие к нему территории площадью 24.000 м2,  которые к тому времени были взяты под государственную охрану в качестве памятника.  После долгого судебного процесса 15.12. 2002 мы смогли вернуть здание церкви, но без принадлежащего ей земельного участка, поэтому на сегодняшний день мы отрезаны от канализации, водоснабжения, электричества и отопления. После многолетних непростых усилий в конце  2011 г. последние инстанции были пройдены и документы земельного кадастра  подписаны. В итоге нашему приходу была отведена в бесплатное пользование, кроме здания храма и прежнего участка,  территория земли  9.762 м2.  Эта территория остается собственностью города Санкт-Петербурга, но может быть позже преобретена в собственность приходом.   2.  Организация по охране памятников дает нам конкретные указания по использованию этой территории. Но конечно у нас есть собственные представления, как бы мы хотели ее использовать. Прежде всего запланировано обустройство парка в память о покоящих-    ся ( 40.000 католиков ) на оскверненном  кладбище. Памятник католикам – жертвам ста- линских репрессий мы уже установили. Памятники и мемориальные доски должны напоминать нашим многочисленным посетителям из Германии о жертвах мировых войн и  блокады Ленинграда.  Каждый год в день поминовения усопших в нашу церковь приходят католики из всех церковных приходов города, чтобы помолиться за умерших. Сегодня кладбище находится на краю центра города. В одной из возвращенной нам часовне возникло хранилище урн с прахом , т.н. колумбарий. Мы хотели бы превратить церковь Посещения Божей Матери в возможное место паломничества, которого до сих пор в России нет. В крипте покоятся семь архиепископов России. В 20 –м веке в этом приходе действовали два Блаженных: Болеслава-Мария Лямент( 1991 причисление к лику блаженных ) и о.Эпифан Акулов ( убит, процесс беатификации начат ). Кроме этого предусмотрены социальные проекты, прежде всего – это размещение людей под крышей некапитальных строений. Для этого мы решили установить стандартизированные деревянные контейнеры. Например, в каждой такой квартирке сапожник-инвалид сразу может заниматься своим ремеслом и жить в ней. Как только территория церкви будет окончательно очищена и огорожена, мы примем и поддержим предложение от ресторанов и отелей передавать оставшуюся еду, чтобы мы могли дальше  распределять ее в социальные учреждения. Мы установили через православные приходы соответствующие контакты с кухнями для бедных, сиротами, бездомными и бедствующими старыми людьми. Наконец, мы хотели бы организовать в нашем приходе место встречи для бедных и нуждающихся, которым помогает мальтийская служба помощи.   3.  До сих пор мы смогли провести только косметический ремонт, например, демонтаж всех фабричных сооружений, покраска нефа, обустройство зимней капеллы, удаление штукатурки и перегородок в крипте, временное уплотнение крыши и всех окон и снос огромного гаража в непосредственной близости от церкви, естественно, мы делали все за свой счет как условие передачи территории в наше пользование. Как только муниципалитет официально передаст церковную территорию, мы сможем начать основательный ремонт, так как никакая фирма, без представления от нас официального свидетельства, удостоверяющего заказчика как законного собственника,  не может  ни бетонного забора установить, ни трубу проложить. Все эти годы мы терпеливо ожидая, потихоньку занимались подготовительной работой, чтобы ускорить выполнение конкретных пректов, как только будет обеспечено финансирование для них.   4. Организация по охране памятников обязала нас  утверждать  все планы и начинания через так называемые проекты. Эти проекты дорогие и требуют много времени, как например, территория ( генеральный план), вода, электричество, газоснабжение, канализация, дренаж, крипта, окна, ремонт внутри здания, внешний фасад, стропилы и шпиль колокольни. Только на одну разработку этих проектов, т.е. на чисто бумажную волокиту, мы потратили до сих пор более 100 000 евро, при этом многое еще не охвачено. Внезапно наши состоятельные соседи заметили, что ими интересуется прокуратура. И они пытаются давать взятки, чтобы расширить границы своего земельного участка, полагая, что мы этого не замечаем. Наша позиция следующая: либо границы четко определены, либо нет. Шаг назад отбросил бы нас на месяцы назад. Для нас является приоритетом, чтобы ремонтные работы проходили своевременно, в запланированные сроки. Срочно требуется бетонная ограда территории, подключение к городской сети электроснабжения, дренаж в крипте, обновление крыши. В ноябре кровельщик осмотрел здание церкви, чтобы не только по фотографиям и описаниям иметь представление о плачевном состоянии крыши. Соответственно, его работа будет стоит немало. До сегодняшнего дня никакой финансовой поддержки со стороны города не поступало, хотя городские власти, как собственники проекта, распорядились предоставить нам средства. Мы, конечно, понимаем, что чрезмерные денежные затраты превосходят наши возможности. Для этих целей мы несколько лет назад собрали круг спонсоров и в 2009 г. создали собственный фонд1) в поддержку реставрации церкви Посещения Пресв. Девой Марией, который находится по крышей фонда имени Арнольда Янссена. О. Рихард Штарк, SVD     Olga Langolf, переводчик

1)         Фонд церкви Посещения Пресв. Девы Марии, Steyler банк, номер счета: 300 12 13 12,  ▌ реквизиты банка: 38621500 Интернационально: IBAN DЕ 25 386215000300121312 ▌ BIC GENODED 1STB  

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