10. Todestag von Monsignore Hartmut Kania

12:06 | Von | Kategorie: Aktuelle Neuigkeiten, Sozialer Dienst

Monsignor Hartmut Kania

„…ich will dir meinen Glauben aus meinen Taten beweisen“. (Jak 2,18) Gedenken an den 10. Todestag von Monsignore Hartmut Kania (26.05.1942   +  17.03.2001) Katholischer Priester – Prälat, Pfarrer von Herz-Jesu in Sankt-Petersburg, Präsident der Caritas Sankt-Petersburg, Direktor von Caritas Russland, Gründer des Malteser Hilfsdienstes in Sankt-Petersburg,  erster Administrator der Kirche Mariä-Heimsuchung nach der Rückgabe durch die staatlichen Behörden. Die letzten zehn Jahre seines Lebens widmete er sich  den hilfesuchenden Menschen in Russland. Anfang der 90er Jahre, als P. Harmut nach Russland kam, um seinen priesterlichen Dienst zu tun, war eine Zeit großer Veränderungen und menschlicher Nöte. Das gewohnte Leben war zusammengebrochen. Aus den Geschäften waren selbst  die unberdingt zum Leben notwendigen Lebensmittel verschwunden, jegliche Produktion eingestellt und die Arbeitslosigkeit breitete sich aus. Die Menschen schienen, mit ihren Problemen allein gelassen zu sein. Der frühere Staat hatte aufgehört zu existieren. Und der neuen staatlichen Verwaltung ging es nicht darum, die Probleme des konkreten Menschen zu lösen,  sondern sie war bestrebt, ans Ruder zu kommen und sich zu bereichern. Einfache Bürger benötigten Hilfe und Unterstützung. 1991 erhielt P. Hartmut von seinem Bischof den Auftrag zum Dienst in Russland, im kalten Petersburger Winter, zusammen mit einer Ladung humanitärer Hilfe, die von den Gemeindemitgliedern seiner  Pfarrei zusammengestellt und deren Pastor P. Hartmut war; so kam er nach Leningrad, um den Bedürftigen bei ihren Problemen zu helfen und ihre Sorgen mit zu tragen..  Um ihn herum versammelte sich eine Gruppe von Gleichgesinnten  und P. Hartmut begann die humanitäre Hilfe an Waisenhäuser, Krankenhäuser, Altenheime,  an einsame und ältere Menschen weiterzugeben . Im Jahr 1993 wurde offiziell die Caritas St. Petersburg registriert. Im Rahmen der wohltätigen Projekte hat damit die Caritas eine ganz konkrete  örtliche Hilfe geleistet. Den Hilfebedürftigen wurde nicht nur materielle Unterstützung angeboten, sondern auch eine helfende Hand zur selbständigen Lösung ihrer Probleme gereicht. Dank der Initiative von P. Hartmut wurden von der Caritas Sankt-Petersburg eine Schule für Sozialausbildung, ein Altenheim und ein Heim für Invalide und zur Rehabilitation von jungen Invaliden mit Entwicklungsstörungen das sog. „Zentrum„Bischof Maletzki“, eine medizinische und soziale Anlaufstelle für Obdachlose und ein Kinderhort „Insel“ für Strassenkinder eröffnet. P. Hartmut konnte uns mit seinem Enthusiamus begeistern, mit seiner Fähigkeit, das Wesen des Problems zu sehen und damit scheinbar unlösbare Probleme zu lösen. Es gab wohl niemanden, der  P. Hartmut um Hilfe bat,  diese nicht erhalten hätte Er hat immer schnell auf menschliches Leid und Elend reagiert. Für ihn gab es keinen Unterschied iunter den Menschen, die Hilfe brauchten. Egal, ob Sie wegen Mord verurteilt,  ob Waisenkind, behinderter Mensch oder  Alkoholiker, Obdachloser oder  alleinstehender Rentner. . Ihnen allen  mit ihren Problemen und Leiden galt seine besondere Fürsorge und Liebe. Die sich in seiner Nähe befanden, sind geschult worden durch die Werke der Barmherzigkeit und den vorgelebten Glauben an das „Senfkorn“ . „ Da siehst du, dass der Glaube zusammengewirkt hat mit seinen Werken, und durch die Werke ist der Glaube vollkommen geworden.“ (Jak,2,22) P. Hartmut  liebte Russland und uns, die wir  in diesem Land leben; er kannte das russische Volk, erlebte die Probleme Russlands und wünschte, dass alles in Ordnung kam dass niemand  obdachlos war,  dass es keine verlassene Kinder gab, und alte Menschen  nicht abgelehnt wurden. Im Winter 2001, nach einer kurzen Krankheit, starb sein P. Hartmut. Heute, zehn Jahre nach seinem Tod,  lebt P. Hartmut  weiter in unseren Werken der Nächstenliebe.

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