Zum Tode von Irmgard Göhring

18:11 | Von | Kategorie: Unterstützer, Aktuelle Neuigkeiten
Zum Tode von Irmgard Göhring1 Pater Richard Stark SVD   In diesen Tagen starb meine im katholischen Glauben verbundene Chemikerin, Pädagogin und Helferin zur Selbsthilfe der Menschen in der Demokratischen Republik Kongo. Ihr Tod schmerzt und hinterlässt den Wunsch nach weiblicher Orientierung aus dem Kreis der Verantwortlichen in Staat und Kirche.  Denn unvollendet blieb Ihr Werk, die kongolesischen Buben und Mädchen, näher zu Gott zu führen, den Reichtum des Landes an Gold, Diamanten und Coltan dem kongolesichen Staat zurückzugeben und die Christen zu einen. Doch: in arduis rebus satest voluisse:   Liebe Frau Professorin Dr. Irmgard, Johanna, Cesar-Göhring!   Wir begegneten und bündelten unsere Kräfte bei meinem Besuch im Jahre 2007 in Wiesbaden Die Bereitschaft zur Kooperation erklärt sich u.a. aus der gemeinsamen Kenntnis der prekären Lage im Kongo. Sie sorgten sich von 1976 bis 2005 um die Lehrerfortbildung im Lande. Sie hofften so die nachfolgende Generation in Stand zu versetzen, sich gegen Knechtung jeder Art zu wehren. Ich konnte in Wiesbaden 30 J Aufenthalt im Kongo (Kenge, Kikwit) als Pfarrer und Arbeitgeber für die Montage von Solarlampen aufweisen. Vielleicht waren es diese ähnlichen Ziele, die sie veranlassten, mir beträchtliche Gelder aus ihrer Privatschatulle anzuvertrauen. Mir bedeutete die Geste, mit meiner dislozierten Laienspielschar in und außerhalb St. Petersburgs sowie mit vom Heiligen Geist gefirmten Mut gemeinnützig und kommunikativ zu  handeln. Es wurde in Wiesbaden vereinbart, mit Gleichgesinnten aus St. Augustin (Fr. Adolf, Dominik Kiesler (Steyler Mission) Taufkirchen, (SOLUX e.V., (Barchewitz), München (Bruder), Jochen Berner Osram (zu Siemens gehörig, Solarlampen Hersteller (China), dLight (Mr. Derek), Gran Cayman (USA). Irmgard, Sie brachten Licht in die kernkraftlosen Landstriche Zentralafrikas.   Kurz vor Ihrem Tode stimmte Irmgard zum „Großer Gott“ an.  Wissend um ihre Würde und der damit verbundenen Arroganz, trieb Irmgard uns, ihre Hirten, an, die Arbeit der „Mobilen Klinik im Kongo (Malteser) und des Kinshasa Symphonie Orchesters durch Solarleuchten zu unterstützen. Trotz ihres Alters flog sie anlässlich meiner Ehrung durch den Herrn Bundespräsidenten nach St. Petersburg. Sie interessierte sich für die Renovierung meiner Pfarrkirche „Maria Heimsuchung“ und die Pläne, auf dem Gelände der Pfarrei einen Ort des Gedenkens zu schaffen und die Berührungsängste zwischen Russen und Deutschen zu mindern. Das geht allerdings nur dann, wenn die Verantwortlichen in Staat und  Kirche einsehen, dass sie Ihre Kräfte überschätzen und statt Gottvertrauen Opium (Karl Marx) verteilen; da meinen sie, es sei gottgefällig, wenn ihre Schafe den Sonntag verschlafen und keine Gelegenheit verpassen, demonstrieren zu gehen. Hauptsache sie verlernen nicht das Verbum „Aussteigen“ zu konjugieren.   Gewöhnlich beten wir am offenen Grab; Ruhe in Gottes Frieden. Ich möchte Dir Irmgard, dem Erzengel, nachrufen: Du lebst weiter, weil wir Dich und Deine Botschaft nicht vergessen können. „Wir werden weiter marschieren, bis der Atheismus im Deutschen Museum zu München ruht. Denn heute hört uns Deutschland und Morgen mit dem für den Kongo entwickelten, auf Würde basierendem Führungssystem die ganze Welt.       Madame César-Göhring wünschte sich, dass am Grab nur das Kirchenlied „Nun nimm denn meine Hände und führe mich …“ gesungen wird und keine Trauerfeier und keine Trauerrede stattfinden. In stiller Trauer R.S.   So nimm denn meine Hände   1. So nimm denn meine Hände und führe mich bis an mein selig Ende und ewiglich! Ich mag allein nicht gehen, nicht einen Schritt; wo du wirst gehen und stehen, da nimm mich mit.   2. In dein Erbarmen hülle mein schwaches Herz und mach es endlich stille in Freud und Schmerz. Lass ruhn zu deinen Füßen dein armes Kind; es will die Augen schließen und glauben blind.   3. Wenn ich auch gar nichts fühle von deiner Macht, du bringst mich doch zum Ziele, auch durch die Nacht. So nimm denn meine Hände und führe mich bis an mein selig Ende und ewiglich.

1 . Beerdigung am 6. April 2011 in  B-6700 Arlón, auf dem Friedhof, rue de Diekirch, an der Seite ihres Mannes

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