Hoher Besuch in der Pfarrei Mariä-Heimsuchung

17:30 | Von | Kategorie: Gemeinde und Seelsorge, Aktuelle Neuigkeiten
Hoher Besuch in der Pfarrei Mariä-Heimsuchung, wo die ehemalige Friedhofskirche der Sankt-Petersburger Katholiken steht und bis zur Revolution von 1917 über 40.000 Verstorbene auf dem Friedhof ihre letzte Ruhe gefunden haben. Offiziell hat der Herr Generalkonsul der Bundesrepublik Deutschlands in Sankt-Petersburg, Dr. Peter Schaller, am Montag, den 28. März 2011 ein lang ersehntes Versprechen wahrgemacht, die katholische Gemeinde auf der Wyburger Seite, d.h. in der Mineralnaja Str. 21 zu besuchen, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Die Registrierung des unter Denkmalschutz stehenden Kirchengeländes dauert nämlich schon über 10 Jahre an, ohne dass eine Renovierung der Kirche bislang möglich gewesen wäre.

Architekt Nicolas Benois

Der Baumeister dieser 150 Jahre alten Friedhofskirche ist Nikolas Leontevitch Benois (1813-1898); seine Mutter, Anna-Katharina Groppe, war deutscher Abstammung. Nikolas gilt als der Begründer   berühmter Baumeister-,  Architekten- und Künstlerfamilien in Sankt-Petersburg, wozu beispielsweise die Familien Kavos, Frolov und Sir Peter Ustinov gehören. Die sterblichen Überreste des Baumeisters  Benois ruhen in der Krypta der Kirche zusammen mit sieben  Erzbischofen, der Adelsfamilie des Grafen Pototskij und anderen Persönlichkeiten. Die Gräber wurden in der kommunistischen Zeit aufgebrochen und stehen seit Jahren ständig unter Wasser, weil das Gebäude vom gesamten Versorgungssystem der Stadt abgeschnitten wurde. Dies macht die Renovierungsarbeiten um so dringender, was in verschiedendlich erfolgten konzertierten Aktionen von diplomatischen Vertretungen, in Sendungen von Rundfunk-  und Fernsehanstalten und in Artikeln nahmhafter Presseorgane deutlich zum Ausdruck kommt.   Pater. Richard Stark SVD, bemüht sich seit 1999 um die Wiedererweckung dieses Kleinods von Kulturerbe trotz des Widerstands kommerzieller Firmen und schleppender Verzögerungstaktik von zuständigen Behörden, die von der Stadtregierung eigentlich angewiesen wurden, unverzüglich die Freigabe des Kirchengelände im Rahmen des Projekts von Denkmalschutz und entsprechend dem vom Komitee für Städtebau und Architektur (KGA) entwickelten Projekt der Grenzen zu genehmigen. Mit dem Besuch des Generalkonsul der Bundesrepublik Deutschlands in Sankt-Petersburg ist somit überzeugend an das dringende Anliegen der Pfarrei Mariä-Heimsuchung erinnert worden, wofür der deutsche Pfarrer und seine internationalen Gemeindemitglieder von Herzen dankbar waren.   Wir verweisen darüber auf einen Bericht der Webseite des Generalkonsulates. siehe: www.sankt-petersburg.diplo.de

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