Goldenes Ordensjubiläum am 1. Mai 2013

09:52 | Von | Kategorie: Aktuelle Neuigkeiten

Ostervigil 201350 Jahre – ein Leben nach den evangelischen Räten, im Dienst des Glaubens. Ein ganz besonderes Jubiläum kann am 1. Mai 2013 zusammen mit seinen Mitbrüdern in aller Welt Pater Richard Stark begehen. Obwohl die goldene Profess bei den Ordenspriestern weniger gefeiert wird als bei den Brüdern und Schwestern, will der Pater diesen Tag am 4. Mai in einem feierlichen Gottesdienst mit seiner Gemeinde Mariä-Heimsuchung nachfeiern, um für das Wirken in den vergangenen 50 Jahren Gott zu danken.

Man kann dieses Ordensjubiläum mit der goldenen Hochzeit eines Ehepaares vergleichen: in beiden Fällen leben die Partner vom Glauben für einander und der Bereitschaft, es immer wieder miteinander zu versuchen.

Doch das zu Christus gesprochene Ja bedeutet auch Loslassen, Brücken abbrechen und sich einspannen lassen an einen Wagen, dessen Last man nicht kennt und in eine ungewisse Zukunft zu starten.

Mit seiner Entscheidung, dem Ruf Gottes zu folgen und sein Leben in Seinen Dienst und den Dienst seiner Mitmenschen zu stellen, wollte P. Richard Stark bewußt Zeugnis seines Glaubens geben. Dies wird durch sein bisheriges Lebenswerk deutlich. Seine längste Wirkungsstätte war die missionarische Tätigkeit in der Republik Kongo, wo er 28 Jahre als Pfarrer und Entwicklungshelfer im Einsatz war. Mit großem persönlichem Engagement und durch wohl mehr vertrauensvolles Anpacken als fachliches Wissen hat er sich besonders dafür stark gemacht, das Lebensniveau der ländlichen Bevölkerung zu heben, in dem er Brücken baute, saubere Trinkstellen einrichtete, eine gewinnbringende Rinderzucht einführte und als Verantwortlicher für die Entwicklungshilfe der Diözese Kikwit Solaranlagen aufstellte. Die Einrichtungen brachten Licht in das sonst sehr eintönige Landleben und versorgte Krankenhäuser, Verbandstationen und Schulen mit Elektrizität, die zur Entwicklung der Region beitrugen. Dazu gehörten auch bauliche Maßnahmen für Privathäuser, Kapellen und Schulen, die flächendeckend in Kolokoso, Tumikia und Kikwit entstanden und zur Entwicklung beisteuerten. Die baulichen Veränderungen förderten insofern die Entwicklung eines Ortes, als sich Erwachsene, Jugendliche und Kinder geborgen fühlten, ihre Persönlichkeit und ihr Selbstvertrauen gestärkt wurden und dort, wo sie von spanischen und italienischen Ordensschwestern unterstützt ein Zeugnis gelebten Glaubens erfuhren.

Auch nach seinem Wechsel nach Russland im Jahre 1998 liegen ihm Afrika und ihre Menschen weiter am Herzen; so engagiert er sich trotz Pfarreiarbeit und Renovierung der Kirche Mariä-Heimsuchung in Russland bis heute für die Verbreitung von SOLUX-Lampen im Kongo und fühlt sich für die zahlreichen afrikanischen StudentINNen in Sankt-Petersburg verantwortlich. Jeden Sonntag um 17:00 ist in der Stadtkirche von St. Katharina ein französischer Gottesdienst, der von den Afrikanern vorbereitet und mit Gesang begleitet wird.

Nach dem Festgottesdienst in der Kirche Mariä-Heimsuchung wird auf dem Kirchplatz ein Stehempfang stattfinden, wo P. Stark sicherlich einige Glückwünsche, Blumen und Geschenke in Empfang nehmen darf. Ganz besonders freut sich seine wachsende Gemeinde über die offizielle Übertragung des Kirchengeländes von 10.845 m² am 18. April 2013 durch die Petersburger Stadtverwaltung. R.S.

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