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Liebe Leserinnen und Leser!Посещение Пресвятой Девы Марии

Im Namen der Pfarrei Mariä-Heimsuchung freuen wir uns auf Ihren Besuch unserer Webseite. Wir sind uns bewußt, dass die Kirche in Russland heute mit neuen Realitäten konfrontiert ist. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs finden zwar Menschen in Russland wieder den Weg zu Gott; aber es gibt auch viele Gründe, sich um das Schicksal des Christentums Sorgen zu machen. In Russland, ein Teil Europas, ist die christliche Bevölkerung ganz neuen Herausforderungen ausgesetzt, welche     die moderne Menschheit mit unbekannten und sehr gefährlichen Konsequenzen bedrohen. Wir alle sehen die Schwierigkeiten (sowohl innerhalb wie außerhalb der Gemeinschaft der Kirche), auf welche gläubige Christen heute stoßen. Mehr oder weniger erkenntlich sind solche Herausforderungen, die zunehmend die geistigen und moralischen Werte des traditionellen Christentums in Frage stellen. Darüber wird auf verschiedenen Ebenen in der Gesellschaft diskutiert, und es stehen auch entsprechende Informationen in ausreichendem Umfang zur Verfügung. Daher versuchen wir, über mögliche Wege aus der vorgegebenen Lage nachzudenken, sowie Antworten auf die Herausforderungen zu finden, mit denen wir morgen konfrontiert sind. Wir werden versuchen, die positiven Erfahrungen aus historischen Wurzeln von traditionell christlichen Gemeinden in Russland und Europa aufzuzeigen. Wir werden auch gerne auf die bereits  bestehende oder geplante Zusammenarbeit von Gläubigen hinweisen,  die ihr Vertrauen auf die Vorsehung Gottes beim Aufbau einer gerechten und auf Frieden beruhenden Zukunft der Menschheit setzen. Wir Christen müssen  vereint Wege zur Bewahrung und Entfaltung gemeinsamer geistiger und moralischer Werte suchen, die dem traditionellen Christentum zugrundeliegen. Dabei können bereits bestehende Erfahrungen aus mehreren Jahrhunderten der Geschichte, vor allem der katholischen und der orthodoxen Kirche hilfreich sein. Aus der Geschichte unserer Pfarrgemeinde kennen wir Beispiele einer solchen Zusammenarbeit. In unserer Kirche wirkte im späten XIX. –  Anfang des XX. Jahrhunderts. die Ordensgemeinschaft der seligen Schwester Boleslawa Maria Lament, die von ihr selbst geleitet und gegründet wurde. Neben ihrer breit gefächerten tätigen Nächstenliebe, legte Schwester Boleslawa großen Wert auf den innerchristlichen Dialog. Sie wurde nicht müde zu wiederholen, dass die Katholische und die Orthodoxe Kirche wie die Lunge eines einzigen Organismus arbeitet und beide zu einer harmonischen Zusammenarbeit berufen sind. Deshalb ist dieses Thema auch sehr wichtig für unsere Pfarrgemeinde. Wir werden unter Beachtung der neuen Gegebenheiten versuchen herauszufinden, was notwendig ist, damit durch die Vereinigung  all unserer Anstrengungen die  traditionellen Werte des Christentums  verteidigt werden. Heute müssen wir einen gemeinsamen Weg finden, der uns zur Einheit im Glauben und in der Wahrheit führt. Denn wenn die von Christus gegründete Kirche getrennt lebt,  ist ihr Zeugnis in den Augen der Welt geschwächt. Der Heiland hat für seine Kirche gebetet: „Vater, ich bitte nicht nur für diese hier, sondern auch für alle, die durch ihr Wort an mich glauben. Alle sollen eins sein: Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns eins sein, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast.“(Joh 17: 20-21). Dabei sollen wir Berufene uns an die Worte der großen Kirchenlehrer und Heiligen erinnern wie z.B. an den hl. Johannes Chrysostomus, der sagte: „Wir sind alle Brüder, und einer ist unserer Lehrer, und wie es zwischen Brüdern üblich ist, sollte nur einer Befehle  erteilen, während die anderen zuhören“ (Gespräch über die Apostelgeschichte, III). Auf dem Weg zur Wiederbelebung und der geistigen und moralischen Erziehung unseres Volkes, muss die Kirche in Russland  bemüht sein, die für das Leben wichtigen Fragen zu lösen. Soziale Arbeit ist  somit integraler Bestandteil eines wahrhaft christlichen Dienstes im Interesse der materiellen und geistigen Harmonie der Menschheit. Wir dürfen die Geschichte unserer Vorfahren, Eltern, Brüder und Schwestern nicht vergessen,  die ihr Leben  dem Ziel gewidmet haben, uns und alle Menschen zum Heil zu führen. Wir sind verpflichtet, über heroische  Beispiele von Heiligen zu sprechen, welche die Geschichte und die Liturgie der Kirche kennt, und an die Generationen von Christen zu erinnern,  die uns im Glauben und in der Hoffnung vorausgegangen, gestorben und bereits bei Gott sind. Für unsere Gemeinde ist es wichtig zu erwähnen, dass unsere Kirche bis 1917 als Friedhofskirche existierte und sich dort der einzige katholische Friedhof von St. Petersburg mit 40.000 Verstorbenen befand. Obwohl er danach verwüstet wurde, konnte er sich  zwischen Fabrikgebäuden und asphaltierten Straßen dennoch erhalten. Wir sind verpflichtet, die Erinnerung an unsere Vorfahren wach zu halten, ihre gute Arbeit fortzusetzen, die vor Jahrzehnten tragisch unterbrochen wurde, ihre geistige Erinnerung wiederzubeleben, die materiellen Monumente der Vergangenheit wieder zu herzurichten und eine Wallfahrtsbewegung ins Leben zu rufen. Die Autoren dieser Website haben sich vorgenommen, Sie, liebe Leserinnen und Leser, mit unseren Plänen und Erfolgen gegenüber den oben genannten Zielen vertraut zu machen. In Liebe zu Christus und in Verehrung Seiner Mutter, die Pfarrgemeinde Mariä-Heimsuchung, Pfarrer  P. Richard Stark SVD Kaplan P. Miroslaw Foris SVD